Traditionen und Feste in Bayern
Bayern ist weithin bekannt für seine Traditionen und Feste. Das bekannteste überhaupt ist das Oktoberfest in München. Am Anfang seiner 200-jährigen Geschichte wurde hier noch kein Bier verkauft. Langsam aber sicher mauserte sich das Oktoberfest im Lauf der Jahrzehnte zu dem, was es heute ist: Das größte Volksfest der Welt mit riesigen Bierzelten und mehr als sechs Millionen Besuchern pro Jahr.
Gleich nach dem weltberühmten Oktoberfest folgt der Nürnberger Christkindlesmarkt. Er ist Deutschlands traditionellster und berühmtester Weihnachtsmarkt und über zwei Millionen Gäste aus aller Welt besuchen ihn jährlich.
Zum Anfang eines Jahres finden die Hornschlittenrennen statt. Das sind traditionelle Schlitten für die Beförderung von Heu und Holz im Winter hinab ins Tal. Meist zur Faschingszeit stürzen sich die Einheimischen mit Kostümen verkleidet in rasanter Fahrt ins Tal hinunter.
Die „narrische Zeit“ beginnt im Januar und endet am Faschingsdienstag. Die Art der Faschingsbräuche in Bayern variiert stark. Häufig verkleidet man sich mit Gesichtsmasken und Kostümen, die etwas dämonisch aussehen.
Religiöse Bedeutung hat der Palmsonntag. An diesem Tag wird aber auch der „Palmesel“ ernannt. Das ist die Person, die an diesem Tag als Letzte an einem bestimmten Ort auftaucht. Namensgeber ist der Esel, der naturgemäß träge sein soll.
Zu den Traditionen und Festen in Bayern gehört auch der Brauch, im Mai einen Maibaum aufzustellen. Die Gemeinden Bayerns konkurrieren darum, wer den höchsten und prachtvollsten Baum errichten wird. Meist wird der Baum mit bunten Bändern verziert und mit geschnitzten Figuren und einem Kranz geschmückt.
Großen Spaß macht es den Nachbargemeinden, den frühzeitig geschlagenen Baum zu stehlen. Nachtwachen helfen nicht immer und so muss der Baum oft durch feuchtfröhliche Rückgabeverhandlungen ausgelöst werden.
Prachtvolle Reiterprozessionen finden an Pfingsten in vielen Orten Bayerns statt. Im Bayrischen Wald reiten hunderte von Reitern auf ihren geschmückten Pferden zur Kirche, um den Gottesdienst abzuhalten.
Zu Fronleichnam finden feierliche Prozessionen statt. Die Sonnwendfeuer brennen in der Nacht zum 21. Juni und begrüßen den Sommer.
In der herrlichen Kulisse der mittelalterlichen Städte und Dörfer Frankens finden von Mai bis November zahlreiche Weinfeste statt. Jede Weinregion kürt ihre Weinkönigin.
Wilde, mit Glocken behängte Gestalten aus Stroh und Fell bestimmen an Nikolaus zwei Tage lang das Geschehen im Berchtesgadener Land: Die Kramperl.
Auf den weiteren seiten wollen wir von den verschiedenen Traditionen und Feste in Bayern ausführlicher berichten.
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Foto: Wiedamann
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