Jodeln, eine Tradition in Bayern
Jodeln, eine Tradition in Bayern

Jodeln, eine Tradition in Bayern

Das Jodeln ist nicht nur in Bayern sondern im ganzen Alpenland verbreitet. Neben den Bayern Jodeln auch die Österreicher, hier verstärkt in der Steiermark und in Oberösterreich und natürlich die Schweiz,. Das Jodeln ist heute verbreitet in der alpenländischen Volksmusik und in der volkstümlichen Musik. Entstanden ist es sehr wahrscheinlich aus Rufen der Senner, Bergbauern, Hirten und so weiter, die sich so über weite Distanzen verständigt haben. Nicht nur in den Alpen wurde von Alm zu Alm mit Almschrei (Almschroa) oder Juchzer (Juchetzer, Jugitzer, Juschroa) mit den Nachbarn kommuniziert, auch das Vieh wurde oft mit einem Jodler (Viehruf) angelockt. Über die Jahrhunderte bildete sich daraus eine musikalische Art, das Jodelns, wie wir es heute aus der volkstümlichen Musik und aus der Volksmusik kennen.

Lokale Bezeichnungen für den Jodler bzw. das Jodeln sind Wullaza (Steiermark), Almer (Oberösterreich), Dudler (Niederösterreich und Wien), Gallnen (Oberbayern), Ari (Bayrischer Wald), Roller (Oberharz), Zäuerli (Appenzellerland), Juchzer und andere. (Quelle: Wikipedia)

Der berühmteste Jodler dürfte der „Königsjodler“ von Ernst Jäger, im Heimatfilm "Der Orgelbauer von St. Marien" sein. Legendär ist auch die Interpretation von Fredl Fesel, dem bayerischen Barden. Wer in Bayern kennt nicht die Zeilen „Ein König ging zum Jagen, es ist schon lange her, in seine schönen Berge,...“

Schön ist, das es in Bayern inzwischen wieder viele Trachtenvereine und Chöre gibt, die das Jodeln pflegen. Auch etliche Jodelschulen gibt es wieder. Ja sogar im Internet gibt es Jodelunterricht. Bemerkenswert finden wir den Jodelkurs von Gerhard Katholnig, der auf seiner Webseite www.jodelkurs.com einen 10 stufigen Jodelkurs anbietet. Man kann sogar, wenn man die 10 Stufen durchlaufen hat, ein Jodeldiplom bekommen.

Das Wort „Jodeln“ wird in Bayern auch in der normalen Sprache gebraucht. So Jodelt ein Bayer, wenn er sich mit dem Hammer auf den Finger schlägt. Also kann Jodeln auch ein Ausdruck des Schmerzes sein. Auch wenn Jemandem eine Musik nicht gefällt, kann diese schnell zum „Gejodle“ werden.

Foto: Dagobert Wiedamann

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