Gestratz: Wanderwege, Loipen und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Gestratz
Gestratz verbindet ein von Hügeln und Bächen geprägtes Landschaftsbild mit Wanderwegen, winterlichen Loipen und einem markanten historischen Erbe. Wer eine Unterkunft sucht, kann die eigenen Pläne an diesen unterschiedlichen Seiten des Ortes ausrichten: an aktiven Tagen draußen, an einem Einblick in die Ortsgeschichte oder an einer ruhigen Runde durch die Landschaft.
Die Pfarrkirche St. Gallus in Gestratz ist ein örtlicher Kulturpunkt.
Foto: Richard Mayer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Wandern zwischen Gestratz und Schweineburg
In Gestratz gibt es 40 Kilometer ausgeschilderte Wanderwege. Ein konkreter Anlaufpunkt ist der Ortsteil Schweineburg, den Sie über Tour 1 des Gestratzer Wanderwegenetzes erreichen. Der Rundweg Schweineburg–Gestratz beginnt und endet an der Argenhalle. Er verläuft auf geteerten Wegen und ist gut für Kinderwagen geeignet. So lässt sich bei der Tourenwahl nicht nur die Aussicht, sondern auch der Wegebelag berücksichtigen.
Der Rundweg führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick über die Höhen des Westallgäus und die Alpenzüge. Von der Schweineburg hoch über Gestratz reicht der Blick außerdem über das Oberallgäu und die österreichischen und Schweizer Berge bis zum Bodensee. Diese Aussichtspunkte geben der Runde einen landschaftlichen Schwerpunkt, während die Route selbst über den Wegebelag und ihre Verbindung mit Schweineburg Orientierung bietet. Gestratz liegt zwischen sanften Hügeln, der Oberen Argen und dem Kaplaneibach; die Landschaft erschließt sich also nicht allein über Höhenblicke.
Loipen und anspruchsvolle Radstrecken
Im Winter gibt es in Gestratz insgesamt acht Kilometer gespurte Langlaufloipen. Die Loipe ab Schweineburg führt in Richtung Waldbad in Isny und ist an das Loipennetz Maierhöfen–Isny angeschlossen. Die Verfügbarkeit von Loipen ist saisonal; prüfen Sie die Bedingungen, bevor Sie Ihre Tour planen. So können Sie Langlauf als möglichen Schwerpunkt Ihrer Reise berücksichtigen, ohne ihn mit dem ganzjährig beschriebenen Wanderwegenetz gleichzusetzen.
Auch Radfahren ist eine Option, verlangt aber eine andere Planung: Die Radwege in Gestratz verlaufen auf teilweise steilen Straßen bergauf und bergab. Das Radeln wird als abwechslungsreich, aber auch als sehr anstrengend beschrieben.
Kirche, Schmiede und lebendige Geschichte
Die Pfarrkirche St. Gallus wurde von 1435 bis 1437 erbaut und war bis zum Dreißigjährigen Krieg eine Wallfahrtskirche. Gotische Fresken an den Chorwänden gehören zu ihrer Ausstattung. Die Geschichte des Kirchenbaus lässt sich dabei von der älteren Geschichte der Pfarrgemeinde unterscheiden: Diese wurde im 8. Jahrhundert durch das Kloster St. Gallen gegründet.
Eine andere Facette der Ortsgeschichte zeigt das Heimathaus Gestratz. Es befindet sich in einer 250 Jahre alten Schmiede, die zu einer Stätte lebendiger Geschichte umgebaut wurde. Im Erdgeschoss liegen eine betriebsbereite Schmiede und ein Ausstellungsraum für wechselnde Nutzungen. Beim jährlichen Heimathausfest im September zeigen Handwerker dort nahezu vergessene Handwerkstraditionen. Wenn das Fest Teil Ihrer Planung sein soll, prüfen Sie den konkreten Termin für Ihr Reisejahr.
Auch die Badwirtschaft Malleichen verfügt über eine Freiluftkegelbahn. Ob die Anlage aktuell genutzt werden kann, sollten Sie vor einem Besuch prüfen. Im näheren Umfeld des Reiseziels reicht die Geschichte der Badwirtschaft mehr als 400 Jahre zurück; bis 1933 wurden dort Schwefelbäder in Zinkwannen verabreicht. Dieser historische Hinweis ergänzt die Kirchen- und Schmiedegeschichte um einen weiteren Blick auf die regionale Vergangenheit.
Was bei der Unterkunftssuche zählt
Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zuerst überlegen, welcher Teil Gestratz’ Reisecharakter für Sie wichtig ist: ausgeschilderte Wanderwege, die saisonalen Loipen, das anspruchsvolle Radeln oder die Ortsgeschichte. Am Dorfplatz laden die Gestratzer Wasserwelten mit einem gut zugänglichen Dorfbach, einem künstlichen Bachlauf und einem Dorfbrunnen zum Spielen und Entspannen ein. Sie bieten damit einen anderen Akzent als die längeren Wege und Routen.
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