Trunkelsberg – Ortsgeschichte auf der Anhöhe
Unterkünfte in Trunkelsberg
Trunkelsberg liegt auf einer 625 Meter hohen Anhöhe am östlichen Stadtrand von Memmingen in Richtung München. Die erhöhte Lage, die Ortsgeschichte und die Verbindungen nach Memmingen geben dem Ort ein eigenes Profil für Ihre Reiseplanung. Wenn Sie Trunkelsberg als Aufenthaltsort in Betracht ziehen, können Sie sowohl die Anreise mit dem Auto als auch die Busverbindungen in Ihre Überlegungen einbeziehen.
Lage und Ausblicke bei Föhn
Von vielen Stellen in Trunkelsberg reicht der Blick bei Föhn über die Alpen: vom Säntis in der Schweiz bis zur Zugspitze. Die Aussicht ist also an eine bestimmte Wetterlage gebunden. Für die Einordnung des Ortes ist die Anhöhe ein dauerhaftes Merkmal; das weite Alpenpanorama zeigt sich dagegen bei Föhn. Wer Trunkelsberg besucht, findet damit einen konkreten Unterschied zwischen der Lage des Ortes und einem Ausblick, der nicht unabhängig von den Bedingungen vorausgesetzt werden sollte.
Ortsgeschichte und Bauwerke
Trunkelsberg wurde 972 unter Kaiser Otto I. erstmals urkundlich erwähnt. Auch die spätere Ortsgeschichte ist mit einem konkreten Datum verbunden: Elias Christoph Heuß kaufte 1729 das adelige Gut und den Weiler Trunkelsberg. Seit dieser Zeit befindet sich die Herrschaft von Heuß-Blößt in der 15. Generation auf Schloss Trunkelsberg. Einige kleine Häuser im Ort dienten als Wohnungen für Arbeiter der Künersberger Fayencenfabrik. Trunkelsberg zählt zu den ältesten Arbeitersiedlungen in der näheren Region.
Das Schloss lässt sich über seine Bauformen einordnen: Es ist ein zweigeschossiger Satteldachbau mit Stufengiebel. Sein Kern stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, der Giebel aus dem 19. Jahrhundert. Zur Anlage gehört außerdem eine eingeschossige Wagenremise mit Walmdach, die vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt. Die unterschiedlichen Datierungen machen sichtbar, dass die Gebäude nicht alle derselben Bauphase angehören.
In der Kirche St. Stanislaus Kostka befindet sich eine gotische Muttergottesfigur aus der Zeit um 1490. Sie stammt ursprünglich aus der ehemaligen Pfarrkirche in Köngetried und wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Zur Ausstattung der Kirche gehören außerdem ein Kreuzweg aus dem Jahr 1784 und das Altarbild „Herz Jesu“. Sebastian Bacher schuf das Bild 1942 in Rom. Die drei Werke führen zu unterschiedlichen Aspekten der Kirchengeschichte: zur Herkunft einer älteren Figur, zu einem datierten Kreuzweg und zu einem Altarbild des 20. Jahrhunderts. Zu den Bodendenkmälern gehört zudem eine neolithische Siedlung.
Aktivitäten im Ort
Für Bewegung vor Ort gibt es zwei Möglichkeiten, die an dieselbe Bedingung geknüpft sind: Kinder und Erwachsene können den Fußballplatz und die Dirtbikeanlage neben dem Platz außerhalb der Trainingszeiten ohne Vereinsmitgliedschaft nutzen. Wer beides erwägt, sollte diesen zeitlichen Rahmen bei der Planung berücksichtigen.
Eine ruhigere Ergänzung ist das Bücherhaus auf dem Schulhof. Es bietet Lesestoff für alle Altersgruppen. Da vorübergehende Zugangsbeschränkungen möglich sein können, empfiehlt es sich, diese vor einem Besuch zu prüfen. Damit stehen im Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte nebeneinander: sportliche Nutzung unter bestimmten Bedingungen und ein Bücherangebot für verschiedene Altersgruppen.
Anreise und Standortwahl
Trunkelsberg ist direkt über die Autobahn München–Lindau und die Anschlussstelle Trunkelsberg erreichbar. Für die Fahrt in die Memminger Innenstadt und zum ZOB fährt die Buslinie 3 über Trunkelsberg, Eisenburg und Amendingen. Direkte Busverbindungen zum ZOB bestehen außerdem weiterhin mit der Linie 967. Prüfen Sie die Fahrpläne vor der Reise, damit Ihre Planung zu den angebotenen Verbindungen passt.
In der näheren Umgebung liegt der Allgäu Airport Memmingerberg mit Verbindungen zu vielen europäischen Urlaubszielen; das Angebot kann sich ändern.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Memmingerberg.