Fuchstal: Kapellen, Märkte und Weiher
Unterkünfte in Fuchstal
In den Ortsteilen von Fuchstal begegnen Ihnen unterschiedliche historische und landschaftliche Akzente: eine Wallfahrtskapelle und ein Naschgarten in Asch, Kirchen und Märkte in Leeder sowie ein Erinnerungsort am Lechufer bei Seestall. Für die Wahl Ihres Aufenthalts lohnt sich ein Blick darauf, ob Sie Baugeschichte, konkrete Markttage oder ruhige Naturerholung in den Mittelpunkt stellen möchten.
Der Lech bei Seestall gehört zu den prägenden Naturräumen rund um Fuchstal.
Foto: thomas springer via Wikimedia Commons, Public domain
Kapellen, Kirchen und Ortsgeschichte
Die Wallfahrtskapelle Maria im Stock in Asch wurde 1703 von Freyberg erbaut. Am südlichen Ortsausgang von Leeder steht die Wegkapelle St. Ulrich. Im Inneren befindet sich ein überlebensgroßes Gemälde des heiligen Ulrich von Johann Baptist Baader. Die Wallfahrtskapelle Maria Stock ist gelegentlich geöffnet; erkundigen Sie sich vor einem Besuch vor Ort nach der Öffnung.
Auch die katholische Pfarrkirche Mariä Verkündigung in Leeder zeigt eine eigene Bauphase: Langhaus und Chor wurden ab 1739 neu erbaut, die erste Ausstattung erhielt die Kirche zwischen 1742 und 1752. Im Ortszentrum steht an der Kreuzung zum Kirchberg die steinerne Mariensäule. Ihre Darstellung der Maria Immaculata stammt aus dem Jahr 1889; sie ist vermutlich die fünfte Nachfolgerin früherer Holzstatuen. So lassen sich Bau- und Ausstattungsgeschichte des 18. Jahrhunderts von einem späteren Marienbild des 19. Jahrhunderts unterscheiden.
Leederer Märkte und ihre Termine
Die Leederer Märkte setzen eine Tradition fort, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Der Frühjahrsmarkt findet am ersten Sonntag im Mai statt, der Herbstmarkt am zweiten Sonntag im Oktober. Beide Märkte werden auf der Hauptstraße in Leeder abgehalten. Wenn Sie Ihren Besuch auf einen Markttag abstimmen möchten, prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Termine.
Weiher, Wälder und Wege
Die Weiherkette Weldener Weiher steht unter Landschaftsschutz und wurde vor etwa 300 Jahren zur Fischzucht angelegt. Ihr Talraum mit Mischwäldern und Grünflächen bietet Möglichkeiten zur ruhigen Erholung. Die ungefähre Altersangabe und der ursprüngliche Zweck gehören dabei ebenso zum Landschaftsbild wie die Weiher selbst.
Die Wälder- und Weihertour beginnt am Sportgelände zwischen Asch und Leeder, folgt dem Radweg Via Claudia Richtung Norden und führt in den Ortsteil Asch. Sie verläuft meist eben an Weihern vorbei und auf schattigen Wegen durch das größte zusammenhängende Waldgebiet im Landkreis Landsberg am Lech. Prüfen Sie vorab die örtliche Beschilderung und Wegbedingungen, wenn Sie die Tour in Ihre Planung aufnehmen.
Ein weiterer Naturakzent ist der Naschgarten Asch: Im März 2023 wurden auf zwei angrenzenden Dreiecksflächen mehr als 130 essbare Wildpflanzen, Bäume, Sträucher und Beeren gepflanzt. Die konkrete Pflanzung ergänzt die Landschafts- und Routenthemen um einen botanischen Schwerpunkt.
Erinnerungsorte und regionaler Kontext
Östlich von Seestall erinnert am Lechufer ein 1950 errichteter Gedenkstein an die Außenstelle Seestall des KZ Kaufering. An dieser Stelle sind die bis 1945 verstorbenen Häftlinge des Lagers Seestall begraben. Der Gedenkort ergänzt die Ortsgeschichte um ein ernstes Kapitel; begegnen Sie ihm mit Respekt.
Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech setzen weitere Orte eigene historische und landschaftliche Akzente. Das Bayertor in Landsberg am Lech steht seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Ammersee, der vollständig zum Landkreis Landsberg am Lech gehört, bietet Schifffahrten, Wassersport und Seepromenaden.
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