Hiltenfingen: Kirchenkunst und Wege
Unterkünfte in Hiltenfingen
Sakrale Kunst und Baugeschichte geben Hiltenfingen ein konkretes kulturelles Thema. Dazu gehören eine Pfarrkirche mit freistehendem Spitzturm, die Ausstattung der Kirche St. Silvester und die St.-Leonhards-Kapelle am nordöstlichen Dorfausgang. Im näheren Umfeld liegt zudem die Viereckschanze im Härtle am Fußweg nach Gennach. Für Wander- und Naturerlebnisse auf regionaler Ebene bietet das übergeordnete Reiseziel Augsburg weitere, klar davon zu unterscheidende Möglichkeiten.
Der Mühlbach zwischen Siebnach und Höfen mit den Wertachauen und Hiltenfingen im Hintergrund.
Foto: Ordercrazy via Wikimedia Commons, CC0
Kirchenbau und Orgelkunst
Nach überlieferten Niederschriften wurde die Pfarrkirche in Hiltenfingen um das Jahr 1490 erbaut. Neben ihr steht ein freistehender Spitzturm mit einer Höhe von 64 m. Baugeschichte und Turm sind damit zwei markante Details, an denen sich das Interesse an den örtlichen Kirchenbauten festmachen kann.
Die Kirche St. Silvester besitzt spätbarocke Dekoration mit feinem Stuck in vielfältigen Formen, beachtenswerten Deckengemälden und frühklassizistischen Altären. Die Verbindung dieser unterschiedlichen Stilbezeichnungen macht die Ausstattung besonders interessant für alle, die beim Besuch auf Details der Gestaltung achten. Einen eigenen Akzent setzt die Koulen-Orgel aus dem Jahr 1906. Sie zählt zu den wenigen noch erhaltenen Orgeln der Orgelbaufamilie Koulen, die nur über eine Generation hinweg Orgeln baute. Nach einer gründlichen Renovierung im Jahr 2005 erklingt sie seither wieder in vollem harmonischem Klang.
Die St.-Leonhards-Kapelle und ihr Umfeld
Die St.-Leonhards-Kapelle liegt am nordöstlichen Dorfausgang von Hiltenfingen. Gut erhaltene Fresken mit den 14 Nothelfern schmücken die Südwand des Chorraums. Hinzu kommt eine um 1470 geschaffene Kreuzigungsgruppe, die als wohl wertvollstes Kunstdenkmal der Kapelle gilt. Fresken und Kreuzigungsgruppe setzen unterschiedliche Akzente: hier die Darstellung der Nothelfer an einer bestimmten Wand, dort ein eigenständiges Werk mit einer überlieferten Datierung. Planen Sie einen Besuch der Kapelle, prüfen Sie bitte vorab, ob sie zugänglich ist.
Im näheren Umfeld von Hiltenfingen befindet sich die Viereckschanze im Härtle, am Fußweg von Hiltenfingen nach Gennach. Sie misst etwa 70 m und ist von einem Wall sowie einem etwa 52 m langen Graben umgeben. Die Lage am Fußweg verknüpft die benannte Anlage mit einer konkreten Wegbeziehung; ihre Maße geben zugleich einen Eindruck von der beschriebenen Größe.
Wege im übergeordneten Reiseziel Augsburg
Wer neben den kulturellen Merkmalen Hiltenfingens auch unterschiedliche Wege in den Blick nehmen möchte, kann dafür das übergeordnete Reiseziel Augsburg betrachten. Der LandArt-Kunstpfad Bonstetten ist ein 5,65 Kilometer langer Rundwanderweg. Auf dem Weg erläutert der Künstler Hama Lohrmann persönlich seine Skulpturen. Eine andere Streckenangabe bietet der drei Kilometer lange Meditationsweg: Er führt von der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld zum Weiherhof am Waldrand des Schwarzachtals entlang. Für die Auswahl zwischen den beiden Wegen sind somit sowohl die Länge als auch die Streckenform und das jeweilige Thema relevant.
Auch Radfahrende finden im Landkreis Augsburg einen regionalen Anhaltspunkt: Dort steht ein gut ausgebautes Radwegenetz zur Verfügung. Die Regionen Stauden, Holzwinkel und Reischenau gehören zum Naturpark Augsburg – Westliche Wälder. In diesem Naturpark bietet Westwood Alpacas regelmäßige Alpaka-Wanderungen und Ausflüge an. Damit reicht die Auswahl im übergeordneten Reiseziel Augsburg von thematischen Wanderwegen über Radfahren bis zu geführten Erlebnissen mit Alpakas. Diese Angebote sind regionale Ergänzungen und keine Merkmale Hiltenfingens selbst.
Hiltenfingen lässt sich so mit einem Schwerpunkt auf Kirchenbau und sakrale Kunst einordnen. Die Viereckschanze ergänzt die Ortsmerkmale um einen Punkt im näheren Umfeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Langerringen.