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Piding entdecken: Bienenweg, Högl und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Piding

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Piding verbindet Naturerlebnisse mit einer bemerkenswerten Ortsgeschichte: Ein Spazierweg führt durch Mischwald und Blumenwiesen, am Johannishögl stehen Kirche und Weitblick im Mittelpunkt, und im Alten Pfarrhof wartet eine Ganzjahreskrippe.

Schloss Staufeneck in Piding im Berchtesgadener Land Schloss Staufeneck ist ein historischer Bezugspunkt von Piding. Foto: Wald1siedel via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirche und Brauchtum am Johannishögl

Die St.-Johannes-Kirche am Johannishögl besitzt romanische Mauern, ein spätgotisches Gewölbe, einen barocken Turm und Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Die verschiedenen Bauelemente geben dem Besuch einen eigenen historischen Rahmen. Wer sich für kirchliche Traditionen interessiert, kann den 24. Juni im Blick behalten: Jedes Jahr werden am Johannishögl das Kirchenpatrozinium und nach dem Gottesdienst das Kirchenweihfest im benachbarten Gasthof gefeiert. Anschließend wird bis zum Abend ein traditionelles Johannisfeuer entzündet.

Auch der Gasthof Johannishögl ist ein eigener Orientierungspunkt: Er steht auf dem Högl und bietet einen Ausblick über ganz Salzburg. Damit lässt sich ein Interesse an Ortsgeschichte mit einem Blick in die Landschaft verbinden, ohne dass beide Eindrücke dasselbe Erlebnis sein müssen.

Zu Fuß durch Piding

Der Pidinger Bienenweg ist als kurzweiliger Spazierweg für die ganze Familie beschrieben. Er führt von der Neubichler Alm durch Mischwald, vorbei an Obstbäumen und durch Blumenwiesen zum Berggasthof Johannishögl. Unterwegs können Sie die Bedeutung der Bienen für Natur- und Kulturlandschaft sowie für Ernährung und Gesundheit kennenlernen. So verbindet der Weg die Landschaft mit einem konkreten Thema, statt sich auf das reine Unterwegssein zu beschränken.

Eine andere Perspektive bietet der Högler Rundwanderweg. Er startet am Wanderparkplatz Högler Straße; als Entdeckungen auf der Tour werden die Kleindenkmäler Haasen-Taferl und Högl-Steinbruch genannt. Auf der Runde eröffnet sich ein Panorama auf die Berchtesgadener Bergwelt. Wenn Sie eine Wanderung planen, können Sie diesen Rundweg und den Bienenweg nach ihrem jeweiligen Schwerpunkt unterscheiden: hier Kleindenkmäler und Panorama, dort Bienen und die Landschaft entlang des Weges.

Für Klettersteig-Interessierte führt der Pidinger Klettersteig durch die Nordabstürze des Hochstaufen. Der Zustieg erfolgt von Piding beziehungsweise Urwies über eine Forststraße und anschließend einen Wanderweg. Prüfen Sie vor dem Klettern die aktuellen Routenbedingungen und den Zugang. Der Klettersteig und die Spazier- und Wanderwege setzen unterschiedliche Schwerpunkte; wählen Sie Ihre Unternehmung nach Ihren eigenen Plänen und prüfen Sie die jeweiligen Bedingungen.

Krippe und regionale Produkte

Im Alten Pfarrhof über der Tourist-Info Piding ist die Ganzjahreskrippe im alpenländischen Stil aufgebaut. Seit 2013 beherbergt der Alte Pfarrhof die von Wally Nitzinger gestaltete Krippe. Zu ihr gehören mehr als 220 Figuren, 60 Vögel und heimische Wildtiere wie Gams, Hirsch und Steinbock. Der Umfang und die Tierdarstellungen geben dem Besuch einen anderen Akzent als die sakrale Architektur am Johannishögl.

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Ein weiterer lokaler Anlaufpunkt ist der Milchladen am Produktionsstandort der Molkerei Berchtesgadener Land in Piding. Dort werden eigene Milchspezialitäten, regionale Feinkost und Produkte aus fairem Handel angeboten. Wenn Sie regionale Produkte in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, können Sie diesen Besuch neben Natur- und Kulturinteressen berücksichtigen; aktuelle Öffnungstage und -zeiten sollten Sie vorab prüfen.

Piding im größeren Reisegebiet

Für die Einordnung des übergeordneten Reiseziels Berchtesgadener Land hilft der Blick auf seine Spannweite: Es reicht vom sanft-hügeligen Rupertiwinkel im Norden bis zum Nationalpark Berchtesgaden an der Grenze zu Österreich. Die Biosphärenregion Berchtesgadener Land umfasst den gesamten Landkreis. Im Nationalpark gibt es ein vielseitiges Netz aus 260 Kilometern Wanderwegen und alpinen Steigen. Diese regionalen Angaben beschreiben das Berchtesgadener Land, nicht einzelne Angebote in Piding.

Auch die Erlebnisse im weiteren Reiseziel unterscheiden sich deutlich. Am Haus der Berge macht ein Panoramaweg die Lebensräume Wasser, Wald, Alm und Fels erlebbar und bietet Ausblicke auf Watzmann, Hochkalter und Jenner. Im Salzbergwerk Berchtesgaden überqueren Besucher den unterirdischen Spiegelsee 130 Meter unter der Erde mit einem Floß und sehen glitzernde Salzkristalle. Die Almbachklamm wiederum führt über Brücken und Stege, 320 Stufen und einen in den Fels gesprengten Tunnel. Solche Ziele ergänzen die Auswahl im Berchtesgadener Land, sind aber von den genannten Pidinger Orten und Wegen zu unterscheiden.

Anreise und Unterkunftssuche

Piding hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke Freilassing–Berchtesgaden. Für eine Bahnanreise prüfen Sie den Fahrplan für Ihr Reisedatum. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie Ihre örtlichen Schwerpunkte einbeziehen: Möchten Sie vor allem die Pidinger Wege erkunden, sich für die Kirche und die Krippe interessieren oder auch andere Ziele im Berchtesgadener Land einplanen?

Weitere Orte im Berchtesgadener Land: Schönau Am Königssee, Schneizlreuth, Bischofswiesen, Freilassing, Teisendorf, Berchtesgaden, Eck, Bayerisch Gmain.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Berchtesgadener Land.

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