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Goldkronach: Bergbauwege und Erdgeschichte

Unterkünfte in Goldkronach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Goldkronach erschließt seine Geschichte auf Wegen, im Museum und unter Tage. Wer den Ort als Reiseziel auswählt, kann Bergbauspuren und geologische Themen in den Mittelpunkt stellen: vom historischen Bergbaugebiet über Lehrpfade bis zu Felsenkellern und Besucherbergwerken.

Historisches Ensemble in der Bayreuther Straße in Goldkronach Historisches Ensemble in der Bayreuther Straße in Goldkronach. Foto: Tilman2007 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Auf den Spuren des historischen Bergbaus

Der Humboldtweg führt durch das Zentrum des historischen Bergbaugebiets von Goldkronach. Daneben beginnt der gut ausgeschilderte historische Alexander-von-Humboldt-Lehrpfad in Goldkronach. Er führt an 40 Bergbaustationen vorbei, darunter verfallene Schächte, Stollenmundlöcher und Halden. Die beiden Wege bieten unterschiedliche Anhaltspunkte, um sich mit dem Bergbau auseinanderzusetzen: einmal steht die Lage im historischen Gebiet im Vordergrund, beim Lehrpfad die Folge der Stationen am Weg.

Auch Goldgewinnung wird anschaulich: Im Goldbergbaumuseum Goldkronach gibt es eine Station zum sogenannten „Seifen“, der frühen Gewinnung von Seifengold. Vor dem Beginn des Goldbergbaus im frühen 14. Jahrhundert wurde es im Zoppatenbach beim späteren Brandholz sowie in den Bächen des Weißmaintals gewonnen. Diese historische Einordnung ergänzt die Bergbaustationen um eine ältere Form der Goldgewinnung.

Geologie im Museum und im Ort

Goldkronachs Felsenkeller sind kulturhistorisch interessant und geben besondere Einblicke in die Erdgeschichte des Ortes. Im Goldbergbaumuseum wird außerdem die Bedeutung der Fränkischen Linie im Raum 3 Geologie erklärt; auf einem Steinaltar ist die geologische Entwicklungsgeschichte sichtbar. Wer sich für Gesteine und Erdgeschichte interessiert, findet auch im Museumsgarten einen eigenen Lehrpfad: Er beginnt an der „Fränkischen Linie“, endet bei den Sandsteinen hinter dem Infopavillon und vermittelt mehr als 400 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Die geologischen Themen bleiben nicht auf das Museumsgelände beschränkt. Auf dem gesamten Gebiet der Stadt befinden sich 15 Geo-Punkte an interessanten Orten. Bild- und Texttafeln informieren dort über die jeweiligen Punkte. So unterscheiden sich die Stationen je nach Ort und Thema, während sie gemeinsam den Blick auf die Geologie Goldkronachs erweitern.

Besucherbergwerke und praktische Planung

Der Schmutzler-Stollen wurde 1981 restauriert und ist seit 1985 auf einer Länge von 35 Metern für Besucher begehbar. Davon zu unterscheiden sind die saisonalen Besuchszeiten der Besucherbergwerke: Die Schmutzlerzeche und das Besucherbergwerk Mittlerer Name Gottes sind sonntags und an Feiertagen geöffnet, ausgenommen Mariä Himmelfahrt. Für beide reicht der Saisonzeitraum von Mai bis Mitte Oktober; die Öffnungszeit ist jeweils von 11 bis 17 Uhr vorgesehen. In der Schmutzlerzeche ist die letzte Führung für 16 Uhr angegeben, beim Mittleren Name Gottes für 15 Uhr. Prüfen Sie die Zeiten vor dem Besuch, damit Sie Ihre Ankunft und die gewünschte Führung darauf abstimmen können.

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Am Infohaus in Goldkronach wird eine Goldwascheinweisung sonntags und an Feiertagen, ebenfalls ausgenommen Mariä Himmelfahrt, von 11 bis 17 Uhr angeboten. Sie findet im Zeitraum von Mai bis Mitte Oktober statt. Auch hier empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Zeiten vor der Anreise. Damit lassen sich die saisonale Einweisung und ein Besuch der Bergbaustätten gezielter in den Tag einordnen.

Weitere Perspektiven im Reiseziel Bayreuth

Die interaktive QR-Tour führt durch Bad Berneck und Goldkronach. Vor Ort können Sie QR-Codes mit einem Code-Reader oder der Kamerafunktion Ihres Geräts einlesen. Die jeweilige Station führt ohne vorherigen Download zu Geschichten, Fotos und Videos. Das ergänzt die festen Stationen der Lehrpfade um Inhalte, die Sie direkt am jeweiligen Ort aufrufen können.

Im übergeordneten Reiseziel Bayreuth reicht der Blick über Goldkronach hinaus: Im Landkreis Bayreuth besteht ein gut gepflegtes Netz aus rund 1.400 Kilometern Loipen, Wander- und Radwegen; Fern- und Themenradrouten erschließen verschiedene Naturräume, während lokale Rundwege eine kleinräumige Routenplanung ermöglichen. Auch die Landschaftsräume unterscheiden sich: Das Fichtelgebirge prägt mit dunklen Wäldern und Granit-Blockmeeren den nördlichen Teil des Landkreises, die Fränkische Schweiz mit abwechslungsreichen, lieblichen Landschaftsbildern den westlichen und südlichen Teil. Für einen Ortsvergleich im Reiseziel Bayreuth können Sie auch Mehlmeisel, Warmensteinach, Glashütten, Bischofsgrün, Pottenstein, Bad Berneck im Fichtelgebirge, Eckersdorf und Hummeltal ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayreuth.

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