Naila entdecken: Wege, Wasser und Kultur
Unterkünfte in Naila
In Naila treffen lehrreiche Wege zu Wasser und Gestein auf markante Orte der Stadtgeschichte. Für Ihre Planung können Sie zwischen unterschiedlichen Streckenlängen und Themen wählen: vom leichten Rundwanderweg über einen Geopfad bis zu einer längeren Runde zum Garlesfelsen. Stadtkirche und Museum setzen dazu eigene kulturelle Akzente.
Die Selbitz im Höllental im Frankenwald, einem Naturziel im Naila-Kontext.
Foto: Burnett0305 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wege nach Länge und Thema wählen
Der Erlebnispfad Wasser ist 5,3 Kilometer lang, leicht und als Lehr- und Rundwanderweg angelegt. Der ebenfalls leichte Geopfad Naila misst 6,6 Kilometer und widmet sich Geologie und dem Geopark Schieferland. Er thematisiert das frühere Rohstoffvorkommen und dessen Gewinnung in Naila. Mit 10,6 Kilometern ist der leichte Garles-Weg OS 43 die längste dieser drei Routen; auch er ist eine Rundwanderung. So unterscheiden sich die Wege sowohl in ihrer Länge als auch darin, ob Sie sich mit Wasser, Geologie oder dem Weg zum Garlesfelsen beschäftigen möchten.
Wasser und geologische Spuren
Der Erlebnispfad Wasser beginnt an den Mineralquellen Höllensprudel und Hochfrankenquelle. Er informiert über die frühere und heutige Nutzung der Wasserkraft und erklärt, wie die Selbitz das Höllental geschaffen hat. Auf dem Röhrensteig führt der Weg zum Quellenhäuschen zurück. Damit verbindet die Runde die Wassernutzung mit der Entstehung der Landschaft, statt nur eine Wegstrecke vorzugeben.
Auf dem Geopfad stehen Gestein und die frühere Rohstoffgewinnung im Mittelpunkt. Der Weg führt an den Pikritfelsen mit einem Rastplatz. Zusätzlich ist ein Abstecher zum Flaserkalk-Steinbruch Kalkofen möglich, der in einfacher Strecke etwa 800 Meter lang ist. Der Geopfad ergänzt den Erlebnispfad Wasser damit um einen eigenen geologischen Schwerpunkt.
Rundwanderung und Aussicht
Der Garles-Weg OS 43 beginnt am Bahnhof Naila und führt über Marlesreuth zum Garlesfelsen. Dort befinden sich eine Sitzgruppe und eine Aussicht. Eine weitere Perspektive eröffnet das FrankenwaldSteigla „Der Wilde Mann“: Im Bereich des alten Guts Schneckengrün reicht der Blick über Naila und den Altlandkreis bis zum Döbraberg. Die Route berührt außerdem den Nailaer Stadtteil Froschgrün. Bei der Auswahl können Sie so zwischen dem Rundweg zum Garlesfelsen und dem Aussichtspunkt bei Schneckengrün unterscheiden.
Stadtkirche und Museum
Die heutige Stadtkirche Naila wurde nach dem letzten großen Stadtbrand zwischen 1869 und 1871 im neugotischen Baustil erbaut. Ihre Orgel entstand 1997 bei der Berliner Orgelbaufirma Karl Schuke und zählt zu den herausragendsten Instrumenten in ganz Oberfranken. Architektur und Orgel bieten zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Besuch der Kirche.
Im Museum Naila im „neuen Forum Naila“ treffen mehrere Themen aufeinander: Zu sehen sind ein bekannter Heißluftballon, der mit der spektakulären Ballonflucht von 1979 verbunden ist, Exponate zum Schusterhandwerk und eine faszinierende Puppenstube. Das Museum ergänzt die Wege daher um Kultur- und Ortsgeschichte.
Kultur im näheren Umfeld
Auch Marlesreuth ergänzt das Bild der Umgebung um Handwerks- und Dorfgeschichte. Das Handwebermuseum vermittelt das Leben und die Arbeit der Handweber und führt in die vergangene Zeit des „Handweber-Frankenwaldes“ zurück. In der Dorfkirche Marlesreuth prägen eine geschnitzte Holzkassettendecke, ein Kanzelaltar und ein Taufengel den Innenraum. Die nahe gelegenen Kulturorte setzen damit einen anderen Schwerpunkt als die Lehrpfade in Naila.
Wenn Sie eine Unterkunft in Naila suchen, helfen diese Unterschiede bei der Entscheidung, welche Themen Ihre Reise prägen sollen: Wasser und Landschaft, geologische Spuren, eine Rundwanderung mit Aussicht oder Kultur in Naila und Marlesreuth.
Weitere Orte: Sparneck, Issigau, Münchberg, Schwarzenbach Am Wald, Zell Im Fichtelgebirge, Selbitz, Geroldsgrün, Konradsreuth
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