Forchheim: Altstadt, Wiesent und Kellerwald
Unterkünfte in Forchheim
Forchheims Altstadt erzählt ihre Geschichte auf unterschiedliche Weise: in der Kaiserpfalz, in einer erhaltenen Festungskasematte und an der Häuserfront des Rathausplatzes. Dazu kommen die Wiesent mit dem Abschnitt „Klein Venedig“ und der Kellerwald als prägende Orte. Für die Wahl Ihrer Unterkunft kann es helfen, zuerst den Schwerpunkt der Reise festzulegen: Stehen Stadtgeschichte und Architektur im Vordergrund, interessieren Sie sich für Fluss und Stadtbild oder möchten Sie den Aufenthalt auf einen Veranstaltungstermin abstimmen?
Karolingische Waffen im Archäologiemuseum Oberfranken in Forchheim
Foto: Völkerwanderer via Wikimedia Commons, CC0
Kaiserpfalz, Museen und Altstadtgeschichte
Die Kaiserpfalz in der Forchheimer Altstadt ist ein fürstbischöfliches Schloss aus dem späten 14. Jahrhundert. Als Denkmal von nationaler Bedeutung ist sie besonders für ihre spätgotischen Wandmalereien bekannt. Im Pfalzmuseum Forchheim in der Kaiserpfalz sind drei Spezialmuseen vereint: das Archäologiemuseum Oberfranken, das Stadtmuseum und das Trachtenmuseum. Die Adresse lautet Kapellenstraße 16.
Das Stadtmuseum erzählt Forchheims Geschichte in neun audiovisuellen Stadtbildern und umfasst einen Zeitraum von 1.200 Jahren. Einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte bietet das Erlebnismuseum Rote Mauer: Es befindet sich in einer im Originalzustand erhaltenen Kasematte aus dem 16. Jahrhundert und vermittelt die Geschichte der Forchheimer Festung. Der Eingang liegt in der Wallstraße 19.
Auch der Rathausplatz und seine Umgebung geben Einblicke in die Baugeschichte. Das Frechshaus grenzt westlich an das Rathaus. Seine ältesten Bauteile stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert; altes Fachwerk und Geschossauskragungen prägen gemeinsam mit dem Rathaus die Häuserfront am Platz. Der Turm der St. Martinskirche ist 57 Meter hoch, aus allen Himmelsrichtungen sichtbar und ein optischer Fixpunkt in der Altstadt.
Wiesent, Stadtblicke und besondere Bauwerke
„Klein Venedig“ bezeichnet in Forchheim den Abschnitt zwischen der Brücke in der Vogelstraße und der Spitalkirche. Am Ufer der Wiesent sind dort die Forchheimer Fischkästen zu sehen. In diesem Bereich der Altstadt liegt auch Kammerers Mühle in der Wiesentstraße. Das Gebäude wurde 1698 erbaut und wird wegen seiner einseitigen Absenkung zur Wiesent „Schiefes Haus“ genannt.
Ein Blick über die Stadt gehört ebenfalls zu den unterschiedlichen Perspektiven auf Forchheim: Die St. Veits-Bastion ist über eine Treppe zugänglich und bietet Ausblicke auf die darunterliegenden Stadtparkanlagen sowie weite Teile Forchheims. Wer die Ortsgeschichte lieber an einzelnen Bauwerken nachvollzieht, kann diese Aussicht mit den historischen Stationen in der Altstadt gedanklich verbinden.
Im Norden Forchheims liegt das Freizeitgelände Schleuseninsel. Es ist vom Regnitzarm und vom Rhein-Main-Donau-Kanal umgeben und bietet Möglichkeiten für einen Aufenthalt in der freien Natur. Damit steht ein wassergeprägter Ort neben den historischen Akzenten der Altstadt; beide Aspekte können bei der Planung Ihres Aufenthalts unterschiedliche Interessen ansprechen.
Kellerwald und Veranstaltungstermine
Der Forchheimer Kellerwald verfügt auf rund 20.000 Quadratmetern über 23 bewirtschaftete Bierkeller und zählt damit zu den größten Biergärten der Welt. Das traditionelle Annafest findet dort jedes Jahr von Ende Juli bis in den August hinein statt. Beim Fest laden 23 Bierkeller und 14 fränkische Brauereien auf rund 10.000 Quadratmetern unter dem Blätterdach zum Verweilen ein. Die genaue Festkonfiguration kann sich bei künftigen Ausgaben ändern; prüfen Sie für Ihren Aufenthalt daher die Termine der jeweiligen Ausgabe.
Ein weiteres wiederkehrendes Ereignis ist das Straßentheater-Festival ZirkArt. Es findet seit 2012 alle zwei Jahre in Forchheim statt und richtet sich mit Neuer Zirkus an Theaterliebhaber, Familien und Eventfans. Auch hier ist für die konkrete Reiseplanung der Termin der jeweiligen Ausgabe entscheidend. So unterscheiden sich die saisonalen Anlässe: Das Annafest ist jährlich für den Zeitraum von Ende Juli bis in den August eingeordnet, ZirkArt findet im Zweijahresrhythmus statt.
Anreise und regionaler Bezug
Mit dem Fahrrad ermöglicht der Main-Donau-Radweg die Anreise nach Forchheim aus Richtung Norden und Süden. Bahnverbindungen bestehen über den Bahnhof Forchheim sowie die S-Bahn-Haltepunkte Kersbach und Forchheim Nord: Genannt sind EuroCity, Intercity, Interregio, Regional-Express und S-Bahn. ICE-Verbindungen gibt es ab Bamberg. Für konkrete Reisedaten empfiehlt sich ein Blick in die Fahrpläne.
Forchheim gilt als Eingangstor zur Fränkischen Schweiz. Im Landkreis Forchheim verbindet der Wanderweg Kulturerlebnis Fränkische Schweiz auf mehr als 280 Kilometern wegweisende Kulturprojekte. Ihre Schwerpunkte – Altstadt, Veranstaltung, Rad-Anreise oder regionaler Kulturweg – bieten einen konkreten Ausgangspunkt für die Suche nach einem Hotel in Forchheim.
Weitere Ortsseiten: Kunreuth, Ebermannstadt, Wiesenthau, Weißenohe, Poxdorf, Hallerndorf, Obertrubach, Pinzberg.
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