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Wilhermsdorf: Barock, Fachwerk und Pfingstkirchweih

Unterkünfte in Wilhermsdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wilhermsdorf lässt sich über historische Bauwerke und die jährlich wiederkehrende Pfingstkirchweih kennenlernen. Barocke Architektur, ein Fachwerkspital und Weiherketten geben dem Ort unterschiedliche Blickwinkel. So können Sie Ortsgeschichte, Festtradition und Natur als eigene Themen für Ihren Aufenthalt betrachten.

Ortsmitte von Wilhermsdorf im Landkreis Fürth Ortsmitte von Wilhermsdorf. Foto: Ammerseer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Barocke Bauwerke und historische Funktionen

Das Rathaus entstand unter Franziska-Barbara zwischen 1717 und 1718 als herrschaftliches Wohn- und Verwaltungsgebäude. Das Consulentenhaus wurde zwischen 1719 und 1720 um einen rückwärtigen Gebäudeflügel erweitert. In seinem Obergeschoss befindet sich ein historischer Trausaal. Wohn- und Verwaltungsfunktion beim Rathaus sowie Erweiterung und Trausaal beim Consulentenhaus setzen unterschiedliche Akzente in der Ortsgeschichte.

Die evangelisch-lutherische Hauptkirche ist eine Barockkirche mit Chorscheitelturm und aufwändiger Fassade. Sie entstand von 1706 bis 1714 nach Plänen des Würzburger Hofbaumeisters Joseph Greißing und wurde 1714 geweiht. Bauzeit, Turmform und Fassadengestaltung geben Ihnen konkrete Merkmale, an denen sich die Architektur der Kirche beschreiben lässt.

Das 1716 fertiggestellte Spital ist ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit zwei Dachböden und Satteldach. Es diente armen Menschen als Unterkunft; dafür war eine geringe Miete oder teilweise gar keine zu zahlen. Am Marktplatz wurde 1720 das Kanzleigebäude errichtet, das bis heute Ritterhaus genannt wird. Damit stehen in Wilhermsdorf neben der repräsentativen Barockarchitektur auch ein Gebäude mit historischer sozialer Funktion und ein bis heute verwendeter Gebäudename.

Kirchweih, Weiherketten und Friedhof

Die traditionelle Pfingstkirchweih gilt als das größte und wichtigste Fest des Ortes. Sie findet jedes Jahr am Pfingstwochenende statt, von Freitag bis einschließlich Dienstag. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach dem Fest ausrichten möchten, orientiert sich der Termin also an Pfingsten; konkrete Programmpunkte sind damit nicht verbunden.

Auch Natur gehört zum Ortsbild: In Wilhermsdorf gibt es Weiherketten mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Das ist ein anderer Schwerpunkt als die historischen Bauwerke und eröffnet eine weitere Perspektive auf den Ort, ohne dass sich daraus eine Verbindung zu einem bestimmten Rundweg ableiten lässt.

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In der Gemeinde Wilhermsdorf liegt außerhalb des zentralen Siedlungsbereichs, zwischen Lenzenhaus und Eulengeschrei, der Jüdische Friedhof. Dort sind noch etwa 500 Grabsteine vorhanden. Viele sind stark verwittert und aus Sandstein; die Steine stammen überwiegend aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1452 und reicht damit zeitlich deutlich weiter zurück als die Mehrheit der Grabsteine.

Weitere Kultur- und Naturthemen im Landkreis Fürth

Im Landkreis Fürth finden sich weitere eigenständige Themen. In Ammerndorf bietet der Kunst- und Naturweg vier Themenrouten durch Kunst- und Naturräume; der Lehrpfad beginnt am Dreschmaschinenhaus. In Roßtal führt der Archäologische Rundweg an den Ausgrabungsstätten der ehemaligen Burg vorbei. Großformatige Schautafeln erläutern „urbs horsadal“, die Bezeichnung Roßtals bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 954. So stehen im Landkreis Fürth Kunst- und Naturthemen in Ammerndorf neben archäologischer Geschichte in Roßtal.

Als Tageswanderung führt der KulturWanderweg Hohenzollern von Roßtal nach Langenzenn, über Feld- und Waldwege. Kulturelle und historische Stationen liegen in Roßtal, Cadolzburg und Langenzenn. Prüfen Sie vor einer Wanderung aktuelle Hinweise zum Weg. In Cadolzburg besitzt die Burg erhaltene Bauteile aus der Zeit um 1250 und beherbergt das interaktive Burgerlebnismuseum „HerrschaftsZeiten! Erlebnis Cadolzburg“; die aktuelle Zugangssituation sollten Sie beim Betreiber prüfen. Die ehemalige Klosteranlage der Augustiner-Chorherren in Langenzenn stammt aus dem Jahr 1409 und besitzt einen besonders gut erhaltenen Kreuzgang.

Weitere Reiseziele entdecken: Stein, Stein, Zirndorf, Oberasbach.

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