Marktgraitz: Flussläufe, Baugeschichte und Wege
Unterkünfte in Marktgraitz
Marktgraitz spricht Reisende an, die ihren Aufenthalt an konkreten Orts- und Naturthemen ausrichten möchten: Kirchenbau, Mühlen, der Rundblick vom Graatzer Berglein und Wege zu Fuß oder mit dem Rad geben dafür unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Steinach entspringt nördlich von Marktgraitz in den Ausläufern der Thüringer Berge; in Marktgraitz trifft sie auf die Rodach. So gehören Flussläufe ebenso zum örtlichen Bild wie die Geschichte einzelner Bauwerke.
Kirchenbau und Ortsgeschichte
Die Kirche in Marktgraitz vereint mehrere Bauphasen. Sie hatte einen romanischen Turm und ein romanisches Portal sowie einen gotischen Chor; das Langhaus wurde 1723 erhöht. Nach dem Kirchenbrand von 1958 wurden nur die Portalwand und der Chor des alten Gotteshauses in den Neubau eingebunden. Die neu errichtete Kirche weihte Erzbischof Dr. Josef Schneider 1959 ein. Für kulturgeschichtlich Interessierte lässt sich an diesen Stationen ablesen, wie ältere Bauteile und ein späterer Neubau zusammengehören.
Am Marktplatz stehen die Gerichtslinde und ein Haus mit Ecksäule; außerdem befinden sich dort zwei Schulhäuser. Weitere benannte Bau- und Denkmalpunkte verteilen sich auf verschiedene Straßen und Ortslagen: In der Schulstraße befindet sich das Torhaus, in der Johannesstraße steht eine Johannesstatue. In Richtung Lettenreuth liegt die Schneeberg-Kapelle. Das Treubelhaus in der Lettenreuther Straße ist ein Fachwerkhaus mit Ecksäule. An der Steinachbrücke befindet sich die Alte Mühle. Diese unterschiedlichen Namen und Bauformen bieten mehrere Zugänge zur Ortsgeschichte, ohne dass sich alles auf den Kirchenbau beschränkt.
Flussläufe und Wege zu Fuß oder mit dem Rad
Am Zusammenfluss von Steinach und Rodach befindet sich eine Schneidmühle mit Mühlrad. Zusammen mit der Alten Mühle an der Steinachbrücke macht sie das Mühlenthema in Marktgraitz an zwei benannten Punkten greifbar. Einen anderen Akzent setzt das Graatzer Berglein, das einen Rundblick bietet. Ein Wanderweg führt am Marktgraitzer Marktplatz vorbei, hinunter zur Hauptstraße und auf der gegenüberliegenden Seite hinauf auf den Graatzer Berg. Die Abfolge von Marktplatz, Straßenquerung und Anstieg gibt diesem Weg einen klar beschriebenen Verlauf.
Davon zu unterscheiden ist der Drei-Flüsse-Weg Rodach-Steinach-Main: Er ist etwa 24,8 Kilometer lang und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Für die Tourenwahl sind die Angaben zu Nutzungsart und Verlauf nützlich: Der Drei-Flüsse-Weg ist für Fuß- und Radnutzung ausgewiesen, während der andere Wanderweg mit seinen Stationen im Ort und dem Anstieg auf den Graatzer Berg beschrieben ist. Wer beim Aufenthalt eher Kultur und Ortsgeschichte oder Bewegung draußen in den Mittelpunkt stellen möchte, findet so unterschiedliche Themen, an denen sich die eigene Planung orientieren kann.
Ein eigener Blick auf Lichtenfels
Im übergeordneten Reiseziel Lichtenfels liegt ein weiterer kultureller Schwerpunkt. Der Lichtenfelser Korbmarkt findet jedes Jahr am dritten Wochenende im September statt. Die Lichtenfelser Altstadt hat ihren typisch fränkischen Charakter bewahrt; das Bamberger Tor und das Kronacher Tor sind erhalten, Teile der alten Stadtmauer noch sichtbar. Damit stehen in Lichtenfels historische Stadträume neben dem Thema Korbflechterei.
Auch der 14 Kilometer lange Pfad der Flechtkultur verbindet Lichtenfels und Michelau auf naturnahen Wegen durch die Mainauen. Seine 23 Informationstafeln behandeln Geschichte und Tradition des Korbmacherhandwerks, der Korbindustrie und des Korbhandels am Obermain. Für die Auswahl eines Reiseziels lässt sich damit ein klarer Unterschied festhalten: Marktgraitz bietet die genannten Orts-, Fluss- und Wegethemen; in Lichtenfels stehen Altstadt und Flechtkultur im Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Weismain, Lichtenfels, Redwitz an der Rodach, Hochstadt-Marktzeuln, Hochstadt am Main, Marktzeuln, Bad Staffelstein, Ebensfeld.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lichtenfels.