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Neufraunhofen: Schlossensemble und Schlosskirche

Unterkünfte in Neufraunhofen

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Neufraunhofen richtet den Blick auf ein historisch gewachsenes Schlossensemble. Wer Kultur und Ortsgeschichte in den Mittelpunkt seiner Reise stellt, begegnet hier mehreren Zeitschichten: vom Schlossbau über unterschiedliche Phasen der Schlosskirche bis zu späteren Veränderungen im Park. Für die Planung lohnt es sich, die historischen Orte und die tatsächlich möglichen Besuchsanlässe auseinanderzuhalten.

Schloss Neufraunhofen von außen Schloss Neufraunhofen ist ein historischer Bezugspunkt der Gemeinde. Foto: Gliwi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schlossgeschichte und Kirchenkunst

Schloss Neufraunhofen wurde ab 1393 erbaut. Die katholische Schlosskirche St. Johannes Baptist und Mariä Empfängnis geht auf eine erste gotische Anlage um 1409 zurück. Schiff und Westchor wurden 1709/14 barock neu erbaut; Fassade und Turm erhielten um 1753 eine Rokoko-Gestaltung. Das Altarbild zeigt die Muttergottes mit einem einzigartigen, mit Stroh bestickten Mantel – ein besonderes Detail für alle, die beim Besuch auch auf die Ausstattung der Kirche achten.

Weitere Bauwerke ergänzen das historische Bild. Westlich der Schlosskirche steht das ehemalige Kapuzinerhospiz, eine schlichte rechteckige Ziegelanlage mit Steildach aus den Jahren 1716/17. Im Schlossensemble wurde der ehemalige Kuh- und Pferdestall 1754 errichtet; seine Generalsanierung mit Umnutzung wurde 2009 abgeschlossen. Die Votivkapelle im Schlosspark ist ein neugotischer Blankziegelbau mit Dachreiter und Spitzhelm aus der Zeit um 1880.

Park, Besichtigungen und praktische Planung

Der Schlosspark ist eine barocke Anlage. Er wurde 1830/40 und erneut zwischen 1880 und 1914 erweitert. Schloss, Kirche und Park bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt mit kulturgeschichtlichem Schwerpunkt: Architektur, Kirchenkunst und die Entwicklung der Gartenanlage lassen sich als eigene Themen betrachten, statt sie auf ein einzelnes Bauwerk zu reduzieren.

Für die Besichtigung gibt es eine wichtige Einschränkung: Die restaurierten Stallungen und der Schlosshof um das Fliederrondell können nur nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden. Der Zugang zur Schlosskirche erfolgt durch den Schlosshof. Eine Kirchenstiftung machte die Kirche 1921 der Allgemeinheit zugänglich.

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Veranstaltungen und weitere Ziele

Der Marstall im Schloss Neufraunhofen bietet wegen seiner guten Akustik auch großen Gesellschaften Platz für Feste, Vorträge oder Märkte. Im Obergeschoss finden im Fraunhofen-Saal bei Buffet und Tanz bis zu 200 Personen Platz. Der Förderverein Neufraunhofen veranstaltet alle zwei Jahre einen Adventsmarkt im Schloss; in diesem Zusammenhang finden auch verschiedene Veranstaltungen in der Schlosskirche statt. Wenn Sie Ihre Reise auf den Markt oder eine Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie die passenden Termine vorab.

Im näheren Umfeld von Neufraunhofen liegt die Burglochschanze. Von der empfohlenen Parkmöglichkeit führt ein etwa 800 Meter langer Fußweg dorthin; festes Schuhwerk wird empfohlen. So lässt sich ein kulturgeschichtlicher Aufenthalt um ein weiteres Ziel ergänzen, ohne die Burglochschanze mit dem Schlossensemble gleichzusetzen.

Landshut als übergeordnetes Reiseziel

Auf der Ebene des übergeordneten Reiseziels Landshut gibt es auch längere und thematische Wege. Der Landshuter Höhenwanderweg ist rund 50 Kilometer lang und verläuft durch die sanften Erhebungen des niederbayerischen Hügellandes. Die Time Trails sind thematische Wege durch das Isar-, Vils- und Laabertal. Diese regionalen Wege gehören zum Kontext Landshut und bilden einen eigenen Planungsaspekt neben den Bau- und Parkgeschichten in Neufraunhofen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Velden.