Lauf a.d.Pegnitz: Wenzelschloss, Industriekultur und Radwege
Unterkünfte in Lauf An Der Pegnitz
In Lauf a.d.Pegnitz liegen mittelalterliche Stadtgeschichte und die Spuren der Industriegeschichte neben Radwegen, die unterschiedliche Einblicke in die Stadt und ihre Ortsteile eröffnen. Für Ihre Reiseplanung können Sie deshalb abwägen, ob Sie vor allem historische Bauwerke, anschauliche Technik oder eine Tour mit dem Fahrrad in den Mittelpunkt stellen möchten.
Blick über die Pegnitz auf die Burg Lauf (Wenzelschloss).
Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wenzelschloss und Marktplatz: Laufs Geschichte im Stadtraum
Kaiser Karl IV. ließ das heutige Wenzelschloss zwischen 1356 und 1360 auf der Pegnitzinsel errichten, an der Stelle der zuvor zerstörten Reichsburg. Als Nebenresidenz diente das Schloss dem Kaiser vorwiegend als Rastplatz auf dem Weg zu seiner Residenz in Prag. Die Geschichte des Bauwerks ist damit auch eine Geschichte seiner Funktion: Es war ein Halt auf einer Reise und nicht hauptsächlich der Aufenthaltsort des Kaisers.
Der Laufer Marktplatz wurde im 13. Jahrhundert an der „Goldenen Straße“ zwischen Nürnberg und Prag angelegt. Ein frei stehendes Altes Rathaus in der Mitte sowie zwei Stadttore fassen den Platz ein. Wenn Sie die Altstadt erkunden, lassen sich diese baulichen Merkmale mit der historischen Bedeutung des Handelswegs verbinden. Rund um den Marktplatz laden Geschäfte und Restaurants zum Einkaufen und Einkehren ein.
Ein kostenloser Audioguide mit dem Titel „Was machte Kaiser Karl IV. in Lauf?“ erläutert an zwölf Hörstationen historische Plätze und Bauwerke der Stadt. Er richtet sich besonders an Familien, Kinder und Jugendliche; prüfen Sie vor der Nutzung die Verfügbarkeit der App. Auch der Wappensaal sowie die Ausstellungen der Stadt Lauf im Kaisersaal und in der Herrenstube können besichtigt werden. Besuche sind über den Verein Stadtführer Lauf e.V. und die Altstadtfreunde Lauf e.V. möglich. Informieren Sie sich vorab über die aktuellen Besuchsarrangements.
Industriegeschichte zum Anschauen und Ausprobieren
Das Industriemuseum Lauf präsentiert auf 4.000 Quadratmetern in 14 denkmalgeschützten Gebäuden mehr als 120 Jahre Industriegeschichte. Das Hammerwerk Engelhardt zählt zu den letzten erhaltenen Anlagen seiner Art in Bayern. An Mitmachstationen werden technische Zusammenhänge durch Experiment und Spiel erfahrbar. Dazu gehören ein Dampfmaschinenmodell, das in Betrieb gesetzt wird, und Züge, die mit Muskelkraft bewegt werden.
Auch einzelne Mühlen vermitteln, wie historische Technik funktioniert. Die wasserbetriebene Roggenmühle des Museums wird bei Vorführungen und alljährlich am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag in Betrieb gesetzt. Die Hammermühle im Industriemuseum wird ebenfalls betrieben, um Besuchern ihre Funktionsweise zu zeigen. Die Reichl’sche Schleifermühle wird noch betrieben, damit Besucher ihre Funktion kennenlernen. Wenn Sie mehrere dieser Stationen einplanen, lohnt es sich, die jeweiligen Vorführungs- und Besuchsarrangements vor der Reise zu prüfen.
Radwege zwischen Stadt und Aussichtspunkt
Der 35,6 Kilometer lange Laufer Radrundweg lädt dazu ein, die Pegnitzstadt und ihre Ortsteile mit dem Fahrrad zu entdecken. Das Radwegenetz der Stadt verbindet mit dem Radweg Industriekultur, dem Fünf-Flüsse-Radweg und dem Paneuropa-Radweg Paris–Lauf–Prag. Für Radreisende ist auch die Verbindung zur Stadtgeschichte konkret: Der Fünf-Flüsse-Radweg führt am Industriemuseum vorbei, und das Museum ist eine Station der Radtour Industriegeschichte.
Eine weitere Orientierung bietet der Sinnesradweg, der nach Tauchersreuth führt. Der Ort ist Laufs höchster Punkt und bietet einen Aussichtspunkt. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: eine Rundfahrt durch Pegnitzstadt und Ortsteile, Stationen mit Bezug zur Industriekultur oder der Weg zu einem Aussichtspunkt. Für Ihre Tourenplanung können Sie diese Ziele mit den historischen Angeboten der Stadt verbinden, ohne alle Stationen in eine einzige Radfahrt zu legen.
Altstadtführung und passende Reiseplanung
Eine vorab buchbare Bierführung verläuft durch die historische Altstadt und endet mit einer Bierverkostung im Museum. Verfügbarkeit und Arrangements sollten Sie vor Ihrer Reise erneut prüfen. Zusammen mit den Geschäften und Restaurants rund um den Marktplatz bietet die Altstadt damit neben Bau- und Stadtgeschichte auch Gelegenheiten zum Einkehren.
Die Angaben zu Touren und Besichtigungen geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für Ihre Planung; aktuelle Besuchsarrangements und die Verfügbarkeit einzelner Angebote prüfen Sie am besten vorab.
Weitere Orte: Hersbruck, Henfenfeld, Schwarzenbruck, Feucht, Schwaig Bei Nürnberg, Winkelhaid, Fischbach, Röthenbach An Der Pegnitz.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nürnberger Land.