Geisenfeld: Natur, Kunst und Geschichte
Unterkünfte in Geisenfeld
Geisenfeld spricht unterschiedliche Interessen an: Nördlich des Ortes liegt eine seltene Heidelandschaft, in der Innenstadt und den Ilmauen führt ein Kunstspaziergang zu Werken unter freiem Himmel, und Kirchen sowie Museum erzählen von regionaler Geschichte. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Natur, Kunst oder Kultur ausrichten.
Der Chor der Pfarrkirche St. Emmeram in Geisenfeld mit spätgotischen Fresken von 1516.
Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Heidelandschaft und Wanderwege
Nördlich von Geisenfeld liegt das knapp 150 Hektar große Naturschutzgebiet „Nöttinger Viehweide - Badertaferl“. Die in der Donauniederung seltene Heidelandschaft lässt sich auf ausgeschilderten Wanderwegen durch das Gelände erleben. Beachten Sie bei Ihrem Besuch die Regeln des Naturschutzgebiets.
Kunstspaziergang und Sinnesgarten
Ein Kunstspaziergang durch die Innenstadt und die Ilmauen führt zu den modernen Open-Air-Kunstwerken Grüner Mann, Storchendenkmal und Nepomuk-Statue sowie zum Begehbaren Baum. Die Route endet im Sinnesgarten. Damit verbindet der Spaziergang verschiedene Kunstwerke mit einem klar benannten Ziel, ohne dass Sie Ihren Besuch auf ein einzelnes Werk beschränken müssen.
Im Sinnesgarten ergänzen Sinneseindrücke den Rundgang: Barfußwege verlaufen über Holzplanken, Kiesel und Sand; duftende Kräuterbeete sind mit Lavendel, Rosmarin und Minze bepflanzt. Die unterschiedlichen Oberflächen und Pflanzen geben dem Garten seinen eigenen Schwerpunkt. Ab Mitte Mai gibt es in Geisenfeld außerdem einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten und Direktvermarktern. Wenn Sie den Marktbesuch einplanen, prüfen Sie die aktuellen Markttage vorab.
Kirchengeschichte und Kunstschätze
Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde von Graf Eberhard II. und seiner Gemahlin Adelheides gestiftet. Jahrhundertelang war sie die Klosterkirche der 1030 gegründeten Benediktinerinnen-Abtei. Auch die Ausmalung des Chorraums erzählt von mehreren historischen Phasen: 1516 entstanden dort spätgotische Fresken, 1602 wurden die Malereien überputzt und 1971 wurde ein Teil wieder freigelegt. Die freigelegten Fresken gelten als kunsthistorische Besonderheit.
Im nördlichen Seitenschiff befindet sich die Anna-Kapelle mit dem spätgotischen Gnadenbild der Anna-Selbdritt. Bis heute wird es in einer kleinen lokalen Wallfahrt verehrt. Ein weiterer Akzent der örtlichen Kirchenlandschaft ist das gut erhaltene romanische Portal der Pfarrkirche St. Ulrich Ainau. Es zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Landkreis und wird von Kunstsachverständigen hoch geschätzt.
Museum und weiterer regionaler Rahmen
Das Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum versammelt unterschiedliche Themen der Orts- und Regionalgeschichte. Zur Sammlung gehören historische Werkzeuge des Hopfenbaus, eine Schusterei, ein Kramerladen und eine Schmiede. Hinzu kommen eine paläontologische Abteilung, archäologische Funde und regionale Trachten. Die Sammlung wird in reduzierter Form gezeigt; Besuche sind nach Vereinbarung möglich. Planen Sie einen Museumsbesuch daher mit vorheriger Absprache.
Der südliche Landkreis Pfaffenhofen An Der Ilm ist von tertiärem Hügelland mit sanften Höhen und Tälern geprägt. Im Landkreis gibt es gut ausgeschilderte Radwege in Flusstälern sowie Fahrradtouren rund um Spargel und Hopfen. Einen weiteren thematischen Zugang bietet das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach: Es vermittelt mehr als 1.000 Jahre Hopfengeschichte, zeigt alte Hopfen-Waagscheine und führt in die Tätigkeit des Bierbrauens ein. Diese weiter gefassten Ziele ergänzen den eigenständigen Mix aus Natur, Kunst und Geschichte, für den Geisenfeld steht.
Weitere Reiseziele entdecken: Gießübel, Pörnbach, Münchsmünster, Vohburg An Der Donau, Wolnzach, Reichertshofen, Jetzendorf, Reichertshausen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Pfaffenhofen An Der Ilm.