Antdorf: Kirchen, Kapellen und Wege
Unterkünfte in Antdorf
Antdorf verbindet Baugeschichte und Brauchtum mit Wegen durch Wiesen, Wälder und Moorlandschaften. Die kulturellen Ziele und die unterschiedlichen Routen setzen eigene Akzente: Sie können Kirchen und Kapellen erkunden oder draußen unterwegs sein. Antdorf gehört zum Tourismusverband Pfaffenwinkel.
Die Osterseen im näheren regionalen Umfeld von Antdorf.
Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kirchen und Kapellen in Antdorf
Die Pfarrkirche „St. Peter und Paul“ steht auf einer Anhöhe über dem Dorf. Der Wessobrunner Baumeister Caspar Feichtmayr errichtete sie von 1688 bis 1694; zuletzt restauriert wurde sie 2002 und 2003. In der Kirnbergkapelle, südlich von Antdorf auf einer Anhöhe, befindet sich ein Deckengemälde aus dem Jahr 1794. Es stammt vom Münchner Maler Franz Seraph Kirzinger. Als größte Kapelle Antdorfs ist sie ein eigenes Ziel für alle, die neben der Pfarrkirche weitere Sakralbauten kennenlernen möchten.
Auch im Ortsteil Frauenrain lohnt der Blick auf die Kirche „Maria Himmelfahrt“. Sie bestand bereits um das Jahr 1440 und ist seit jeher ein Ort der Marienverehrung. Ihre massiven Mauern zeigen romanischen Stil; der quadratische Turm aus Tuffquadern und Bruchsteinen trägt ein Satteldach. Zusammen ergeben die drei Orte verschiedene Anknüpfungspunkte für eine Beschäftigung mit Antdorfs Kirchenbau und religiöser Geschichte.
Brauchtum und besondere Termine
Alle drei Jahre wird in Antdorf ein Maibaum aufgestellt; am darauffolgenden Sonntag findet das Mailaufen statt. Auch der Fronleichnamssonntag ist durch eine Prozession geprägt: Nach dem Festgottesdienst ziehen die Gläubigen in einer eucharistischen Prozession durch Antdorf. Häuser am Prozessionsweg werden mit Tüchern, Fahnen, Blumen, Kerzen und Heiligenbildern geschmückt. Wenn Sie Ihre Reise auf eines dieser wiederkehrenden Ereignisse ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine vorab.
Wanderwege mit verschiedenen Landschaftsbildern
Die Antdorfer Betbichlrunde führt an einer Lourdesgrotte vorbei, zur Kirche in Frauenrain und weiter zur Kapelle auf dem Kirnberg. Bei guter Sicht bietet die Runde weite Ausblicke auf das Alpenmassiv. So verbindet sie mehrere der genannten religiösen Ziele mit einer Route durch die Umgebung.
Anders geprägt ist der Höllfilzweg: Er verläuft durch Moor- und Wiesenlandschaften, vorbei an Feldern, kleinen Gewässern und Weilern. Auch hier gehören weite Ausblicke auf die Alpenkette zum Landschaftsbild, sofern das Wetter die Sicht zulässt. Der Weg beginnt in der Ortsmitte von Antdorf und führt auf dem Rückweg über die Kirche Maria Himmelfahrt in Frauenrain zurück nach Antdorf. Die Betbichlrunde setzt damit den Schwerpunkt auf Lourdesgrotte, Kirche und Kapelle, der Höllfilzweg auf die Abfolge unterschiedlicher Landschaften und den Rückweg über Frauenrain.
Durch Antdorf führen außerdem Rad- und Wanderwege durch Wiesen und Wälder. Die Osterseen liegen drei Kilometer von Antdorf entfernt und sind mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar; die Wegbedingungen können variieren. Kutschfahrten gehören ebenfalls zum Freizeitangebot. Klären Sie vor der Reise, ob sie für Ihren gewünschten Termin verfügbar sind.
Anreise und Wahl des Urlaubsorts
Für den Höllfilzweg ist eine Anreise mit dem Zug bis Weilheim und anschließend mit dem Bus nach Antdorf möglich. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Fahrpläne. Bei der Suche nach einem Hotel in Antdorf können Sie Ihren Schwerpunkt mitbedenken: Möchten Sie vor allem die Kirchen und das Brauchtum kennenlernen oder verschiedene Wege in die Planung einbeziehen? So richten Sie die Wahl des Orts an Ihren geplanten Unternehmungen aus, ohne eine bestimmte Unterkunft oder Ausstattung vorauszusetzen.
Für den Vergleich weiterer Orte im selben übergeordneten Reiseziel können Sie auch Sindelsdorf und Obersöchering ansehen.
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