Prem: Moorlandschaft, Wege und Dorfkultur
Unterkünfte in Prem
In Prem treffen voralpine Landschaft, Moor und lokale Kultur aufeinander. Wiesen, Seen und Weiden umgeben den Ort ebenso wie Moorlandschaften. Wer draußen unterwegs sein möchte, kann das Premer Moor zu Fuß erkunden; auch Fernwanderwege und eine ausgeschilderte Radtour geben Anlässe, die Umgebung aktiv zu erleben. Für ruhigere Entdeckungen bietet sich der Blick auf die Kirche und die Geschichte des Torfabbaus an.
Der Premer Lechsee mit Prem im voralpinen Landschaftsraum.
Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Moorlandschaft und Bewegung im Freien
Das Premer Moor ist eine Hochmoorlandschaft mit vielfältiger Pflanzen- und Tierwelt. Eine Wanderung zu Fuß führt Sie in dieses Naturthema hinein. Im Naturpark Lechaue besteht außerdem die Möglichkeit zum Kneippschen Wassertreten. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: die Moorlandschaft beim Wandern und das Wassertreten in der Lechaue. Welche Station Sie in den Mittelpunkt stellen, hängt davon ab, ob Sie eher eine Landschaft erkunden oder eine konkrete Aktivität einplanen möchten.
Auch für längere Touren hat Prem einen Bezug zu überregionalen Wegen: Der Ort ist durch den König-Ludwig-Weg, den LechErlebnisweg und den Fernwanderweg Heilige-Landschaft Pfaffenwinkel an ein weiträumiges Wegenetz angeschlossen. Beim Radfahren führt die „Kulturtour zur Wieskirche“ nach der Lechbrücke durch Prem und weiter an den Weilern Schlöglmühle, Küchele und Häringen vorbei nach Ostern. Damit lassen sich Wander- und Radtouren als unterschiedliche Möglichkeiten betrachten, die Landschaft zu erleben. Prüfen Sie vor der Radtour den Routenverlauf.
Kirche und Torfgeschichte
In der Pfarrkirche St. Michael treffen verschiedene Bauzeiten aufeinander: Der Turm stammt aus der Romanik, Chor und Langhaus weisen in die Gotik. 1755 wurde die Kirche unter Abt Marianus II. umfassend restauriert. Die genannten Bauteile und die spätere Restaurierung geben der Kirche eine gut nachvollziehbare architektonische Zeitfolge.
Ein anderer Zugang zur Ortsgeschichte führt zur Königsfilzhütte, der Torfhütte der Familie Heißerer, Hausnummer 26 in Prem. Im Inneren ist Originalwerkzeug aus der Zeit des Torfstichs zu sehen. Zugleich dient die Hütte Wanderern als Brotzeitplatz. Wer eine Wanderung mit einer Kulturstation verbinden möchte, findet hier also beides an einem Ort: Einblick in den früheren Torfstich und einen Platz für eine Brotzeit.
Weilheim-Schongau im größeren Zusammenhang
Als übergeordnetes Reiseziel gehört Weilheim-Schongau zur Reiseregion Pfaffenwinkel. Seine Landschaft lässt sich auch über die Flüsse einordnen: Im Westen wird Weilheim-Schongau vom Lech begrenzt, im Kerngebiet fließt die Ammer und an der Ostgrenze verläuft die Loisach. Diese regionale Perspektive ergänzt den unmittelbaren Blick auf Prem, dessen eigene Landschaft von Wiesen, Seen, Weiden und Mooren geprägt ist.
Ein kultureller Bezugspunkt im übergeordneten Reiseziel ist die Wieskirche bei Steingaden. Sie ist seit 1983 UNESCO-Welterbestätte und wurde von Dominikus Zimmermann zwischen 1745 und 1754 erbaut. Die Wieskirche lädt zu Gottesdiensten, Sommerkonzerten und stiller Einkehr ein; Termine können variieren. So bietet Weilheim-Schongau neben der Landschaft auch einen eigenständigen kulturellen Schwerpunkt, ohne dass dieser mit den Sehenswürdigkeiten in Prem gleichzusetzen ist.
Wenn Sie ein Hotel in Prem suchen, können Sie zunächst gewichten, ob Ihr Aufenthalt vor allem von Moorwanderungen, Fernwanderwegen, der Radtour oder den Kulturstationen geprägt sein soll. Die Auswahl des Ortes beginnt damit, welche dieser Seiten Prems für Ihre Reise den Ausschlag gibt.
Weitere Ortsseiten: Wildsteig, Urspring und Steingädele.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steingaden.