Griesstätt: Kunst, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Griesstätt
Griesstätt lässt sich auf zwei Ebenen entdecken: Kunst und Ortsgeschichte prägen den Ort, während Wander- und Radwege durch das Gemeindegebiet führen. Die folgenden Stationen zeigen, welche kulturellen Themen zum Ort gehören und welche sich auf weitere Orte der Gemeinde beziehen.
Die Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau ist mit Werken von Matthäus und Ignaz Günther verbunden.
Foto: Rufus46 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kunst und Ortsgeschichte in Griesstätt
Der Marienbrunnen vor der Pfarrkirche in der Dorfmitte ist das wohl bemerkenswerteste Werk des Künstlers in Griesstätt. Vor der Grundschule steht die Bronzeskulptur „Johannes der Täufer“ von Hans Huschka. Sie zeigt das Alte und das Neue Testament sowie Johannes den Täufer als Mittler dazwischen. Auch die Eingangstafel am Rathaus gehört zu Huschkas Werken in Griesstätt. Die genannten Werke liegen damit an unterschiedlichen Orten: an der Pfarrkirche, vor der Grundschule und am Rathaus.
Die erste urkundliche Erwähnung des Namens Griesstätt stammt aus dem Jahr 924. Sie findet sich in einer Urkunde Herzog Arnulfs von Bayern, der sogenannten „Rihni-Urkunde“. Im Jahr 1205 schenkte Erzbischof Eberhard II. von Salzburg die Kirche zu Griesstätt dem benachbarten Kloster Attel. Ein weiterer Teil der Gemeindegeschichte führt nach Altenhohenau: Graf Konrad von Wasserburg stiftete dort 1235 das Dominikanerinnenkloster. Schon bei seiner Gründung erhielt es Güter, die heute im Gebiet der Gemeinde Griesstätt liegen.
Kirchen in Altenhohenau und Holzhausen
In Altenhohenau innerhalb der Gemeinde steht die Klosterkirche St. Peter und Paul. Sie ist mit Werken von hoher künstlerischer Bedeutung von Matthäus und Ignaz Günther verbunden. Der barocke Neubau entstand etwa 1670/75 unter Einbeziehung älterer Teile aus der Zeit seit 1235. Das verbindet unterschiedliche Bauphasen an einem Ort, ohne die ältere Geschichte des Klosters mit dem späteren Kirchenbau gleichzusetzen.
Eine andere architektonische Beschreibung bietet die Filialkirche Maria Schnee in Holzhausen, ebenfalls innerhalb der Gemeinde. Sie ist ein kleiner barocker Saalbau aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, mit westlichem Dachreiter und Ausstattung. Wer sich für Kirchenbau interessiert, kann so die Angaben zur Klosterkirche in Altenhohenau mit dem kleineren Bau in Holzhausen vergleichen: Die Zeitstellung ist ähnlich, Bauform und beschriebene Merkmale unterscheiden sich.
Wandern und Radfahren im Gemeindegebiet
Für Wanderungen sind eine nördliche und eine südliche Route beschrieben. Im nördlichen Gemeindegebiet führt die Wanderung über Altenhohenau, Kerschdorf, Streifl, Moosham und Kettenham nach Griesstätt. Die südliche Route verläuft über Kettenham, Bergham, Holzhausen, Untermühle und Edenberg nach Griesstätt. Kettenham kommt in beiden Folgen vor; die übrigen genannten Stationen unterscheiden sich. Die Ortsnamen helfen Ihnen, die beiden beschriebenen Verläufe auseinanderzuhalten.
In der Gemeindeverwaltung Griesstätt liegen zahlreiche Wander- und Radkarten aus. Da einzelne Ausgaben wechseln können, prüfen Sie vor Ihrer Tour, welche Karte zu Ihrer Planung passt. So lässt sich die Kartenauswahl an der jeweiligen Wanderroute oder am Radweg ausrichten.
Auch zwei benannte Radwege verlaufen durch das Gemeindegebiet: der Innradweg und der Mozartradweg. Die Ostvariante des Innradwegs führt über Vogtareuth und Griesstätt bis zur Altstadt von Wasserburg am Inn. Sie ist als 65 Kilometer lange Etappe beschrieben. Die Altstadt von Wasserburg ist zu sieben Achteln vom Inn umflossen. Für Ihre Planung ist damit wichtig, die 65 Kilometer der Etappe von der bloßen Passage des Radwegs durch das Gemeindegebiet zu unterscheiden.
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