Schlehdorf: Klostergeschichte, Orgeln und Radtouren
Unterkünfte in Schlehdorf
Schlehdorf lässt sich über mehrere Zeitschichten und auf unterschiedlichen Wegen entdecken: Der Ortskern erzählt von einer bewegten Geschichte, während Kirchen, Orgelmusik und Radrouten ganz verschiedene Schwerpunkte setzen. Überlegen Sie für Ihre Reiseplanung, ob Kulturtermine, eine Tour durch das Moos oder ein saisonales Erlebnis den Takt Ihrer Tage bestimmen soll.
Klostergeschichte und Kirchenmusik
Schlehdorf blickt auf mehr als 1.250 Jahre Geschichte zurück. Die erste urkundliche Erwähnung als „villa slehdorf“ stammt aus der Gründungsurkunde des Klosters Schlehdorf-Scharnitz vom 29. Juni 763. Auch die besondere Bauweise des Ortskerns ist mit einem prägenden historischen Einschnitt verbunden: Er ähnelt einem römischen Kastell; die Struktur geht auf die nahezu vollständige Zerstörung des Ortes durch eine verheerende Brandkatastrophe im Jahr 1846 zurück.
In der Pfarrkirche St. Tertulin finden monatlich Kirchenführungen statt. Von Juli bis Oktober werden dort außerdem monatliche Rundgänge zur Klostergeschichte angeboten. Die barocke Orgel der Kirche wurde 1783 fertiggestellt und gilt als einzig erhaltenes Klangdenkmal des Allgäuer Orgelbauers Franz Thoma aus Aitrang. Der Schlehdorfer Orgelherbst mit Orgelkonzerten findet seit seiner Wiederaufnahme im Herbst 2022 wieder regelmäßig jedes Jahr im September statt. Wenn Sie eine Führung oder ein Konzert einplanen, prüfen Sie die aktuellen Termine vor Ihrer Reise.
Auf dem Friedhof steht die im 17. Jahrhundert erbaute Kreuzkirche. Sie beherbergt ein romanisches Holzkruzifix aus der Zeit um 1200 n. Chr.; der Zugang zur Kirche ist saisonal. Seit Sommer 2025 gibt es in Schlehdorf auch den digitalen Hörspaziergang „763 – ein Klosterdorf im Wandel der Zeit“. Er führt thematisch zum Urkloster, zur Klosterkirche und zur Geschichte des Klosters.
Mit dem Rad, auf der Loipe oder auf dem Wasser
Die leichte Radtour Klosterrunde ist 23,54 Kilometer lang und startet und endet am Gasthof Klosterbräu in Schlehdorf. Sie führt durch das unter Landschaftsschutz stehende Loisach-Kochelsee-Moos, das seltene Flora und Fauna beherbergt. Daneben gibt es von Schlehdorf aus familiengeeignete Radtouren auf ebenen Wegen durch die Moore. So können Sie zwischen einer konkret beschriebenen Rundtour und weiteren Touren durch die Moorlandschaft unterscheiden.
Im Winter ist die Reuterbühler Loipe eine saisonale Möglichkeit: Der Rundkurs ist 5,2 Kilometer lang und wird je nach Schneeverhältnissen für Skating und/oder den klassischen Stil gespurt. Einstiege liegen an der Unterauer Straße gegenüber dem Sportplatz und an der Straße An der Breiten am Ortseingang. Ob und in welcher Form die Loipe gespurt ist, hängt von den aktuellen Schneeverhältnissen ab.
Für eine Fahrt auf dem Kochelsee ist von der Schlehdorfer Anlegestelle aus eine 90-minütige Rundfahrt mit dem Motorschiff möglich. Prüfen Sie den aktuellen Fahrplan, bevor Sie die Fahrt fest in Ihre Planung aufnehmen. Damit stehen neben Touren zu Fuß oder mit dem Rad auch eine zeitlich umrissene Rundfahrt auf dem Wasser zur Wahl.
KlosterGut Schlehdorf und die Lage am Kochelsee
Das KlosterGut Schlehdorf liegt wenige Gehminuten vom Kochelsee entfernt zwischen Bergen und Moor. Auf dem Hofgelände unterhalb des historischen Klosterensembles betreibt es eine Bio-Gemüsegärtnerei. Zum KlosterGut gehören außerdem ein Hofladen und ein Café mit Sitzplätzen im Freien.
Das Hofcafé bietet saisonal Kaffee und selbstgebackene Kuchen im ehemaligen Schafstall oder im Freien an. Außerhalb der Saison gibt es Kaffee und Kuchen in begrenzter Auswahl im Hofladen, ebenfalls mit Sitzplätzen im Freien. Wenn ein Cafébesuch für Ihren Aufenthalt wichtig ist, planen Sie die saisonalen Unterschiede ein und prüfen Sie vorab die aktuellen Angaben. So lassen sich Ortsgeschichte, Bewegung und eine Einkehr passend zu Ihren Reiseplänen zusammenstellen.
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