Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt: Sammlung und MKKD
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Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt verbindet eine Sammlung geometrisch geprägter Kunst mit Fragen zu Farbe, Form und Gestaltung. Bis zum geplanten Umzug in das neue Museum für Konkrete Kunst und Design (MKKD) finden Ausstellungen und Veranstaltungen weiterhin in den Räumen an der Tränktorstraße statt. Für Ihren Besuch lohnt es sich, die aktuelle Ausstellung und das Programm zu prüfen, denn der Wandel des Hauses ist bereits Teil des Museumserlebnisses.
Konkrete Kunst vor dem Schloss in Ingolstadt - Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt
Foto: Dagobert Wiedamann
Kurzfakten zum Museum für Konkrete Kunst
- Standort heute: Das Museum ist derzeit in der Tränktorstraße in Ingolstadt tätig.
- Eröffnung: Das Museum für Konkrete Kunst wurde 1992 eröffnet.
- Sammlungsbeginn: 1981 erwarb die Stadt Ingolstadt knapp 50 Werke aus der Sammlung von Eugen Gomringer.
- Bestand: Die Sammlung des Museums und die Bestände der Stiftung umfassen zusammen knapp 15.000 Objekte.
- Kunstformen: Dazu zählen Malerei, Skulptur, Installation, Grafik und Videokunst; auch Design mit Bezug zur Konkreten Kunst gehört dazu.
- Neues Haus: Der Umzug in die historische Gießereihalle im Quartier G ist für 2027 geplant.
- Programm: Ausstellungen, Workshops und Veranstaltungen ergänzen die Sammlung.
Formen, Farben und Beziehungen entdecken
Konkrete Kunst lädt dazu ein, genau auf das zu schauen, was ein Werk zeigt: Linien, Flächen, Farben, Proportionen und Material. Statt eine Landschaft oder Szene möglichst naturgetreu abzubilden, können Künstlerinnen und Künstler einfache Formen so anordnen, dass ihr Verhältnis zueinander in den Mittelpunkt rückt. Ein Kreis neben einem Rechteck, eine Farbfläche vor einer anderen oder eine wiederholte Linie kann den Blick lenken und den Eindruck von Ruhe, Bewegung oder Spannung entstehen lassen.
Beim Rundgang hilft eine einfache Betrachtungsweise: Nehmen Sie zuerst die Gesamtform wahr und achten Sie danach auf Einzelheiten. Wo beginnt eine Linie, wie verändern sich Abstände, und welche Farbe zieht den Blick an? Bei Skulpturen und Installationen lohnt es sich, den Standort zu wechseln. So wird sichtbar, wie Volumen, Oberfläche und Raum zusammenwirken. Eine eigene Beobachtung kann der Einstieg in ein längeres Gespräch über Gestaltung sein.
Von einer Sammlung zum Museum
Den Ausgangspunkt bildeten knapp 50 Gemälde, Skulpturen und Grafiken aus der Sammlung des Schriftstellers und Begründers der Konkreten Poesie Eugen Gomringer, die Ingolstadt 1981 ankaufte. Elf Jahre später, 1992, öffnete das Museum in der Tränktorstraße. Werke von Künstlern wie Josef Albers, Max Bill und Verena Loewensberg stehen für wichtige Positionen der Konkreten Kunst. Über die Jahrzehnte wurde die Sammlung erweitert und um Design ergänzt.
Heute reicht der Bestand von Malerei und Skulptur bis zu Installation, Grafik und Videokunst. Ein Schwerpunkt liegt auf deutschsprachigen Positionen der Nachkriegsjahrzehnte bis in die 1990er-Jahre, darunter die Zürcher Konkreten und Künstler der ZERO-Bewegung. Zugleich kommen jüngere Positionen hinzu. Der gemeinsame Bestand des Museums und der Stiftung umfasst knapp 15.000 Objekte. Wer weitere Museumsprofile in der Stadt vergleichen möchte, findet im Überblick Museen in Ingolstadt passende Anregungen.
Der Wandel zum Museum für Konkrete Kunst und Design
Das Museum entwickelt sich zum Museum für Konkrete Kunst und Design weiter. Der künftige Standort ist eine historische Halle im Quartier G, die als „Gießereihalle“ bekannt ist. Genau genommen handelt es sich um eine Geschützbohr- und Artilleriewerkstatt aus dem 19. Jahrhundert. Das Areal erinnert damit auch an die Industrie- und Militärgeschichte Ingolstadts, bevor es zu einem Ort für Kunst, Wissenschaft und weitere Nutzungen wurde.
Der Umzug und die Eröffnung des neuen Ausstellungshauses sind für 2027 geplant. Bis dahin bleibt das Museumsteam in der Tränktorstraße tätig. Die derzeitigen Ausstellungen geben Einblicke in die Restaurierung von Kunstwerken und die Vorbereitungen für den Umzug; digitale Angebote, Workshops und Veranstaltungen ergänzen das Programm. Weil sich Ort, Ausstellung und Termine während dieser Übergangsphase ändern können, sollten Sie vor einer konkreten Anreise die aktuellen Besuchsinformationen des Museums prüfen.
Mit dem neuen Haus soll die Sammlung der Konkreten Kunst gemeinsam mit Beständen der Stiftung und weiteren Präsentationen gezeigt werden; Design erhält dabei einen eigenen Platz. Die Erweiterung verbindet Kunstgeschichte mit Fragen danach, wie Gestaltung in unterschiedlichen Zeiten und Lebensbereichen wirkt. Bis zur Eröffnung lässt sich der Wandel bereits anhand der Ausstellungen und der Geschichte des neuen Standorts nachvollziehen.
Den Museumsbesuch in Ingolstadt planen
Für die Anreise ist die aktuelle Angabe des Museums maßgeblich: Derzeit finden Ausstellungen in der Tränktorstraße statt, während der Wechsel ins Quartier G vorbereitet wird. Prüfen Sie vor dem Aufbruch Adresse, Öffnungszeiten, Eintritt und das jeweilige Ausstellungsprogramm, besonders wenn Sie an einem Feiertag oder zu einer Veranstaltung kommen möchten. Wenn Sie gezielt eine Führung oder einen Workshop besuchen wollen, klären Sie auch, ob eine Anmeldung nötig ist.
Wer mehrere Museen an einem Tag verbinden möchte, kann zunächst nach Themen wählen. Das Stadtmuseum im Kavalier Hepp setzt einen anderen Akzent auf Ingolstadts Stadtgeschichte; das Bayerische Armeemuseum widmet sich der Militärgeschichte. Einen weiteren thematischen Vergleich bietet das Deutsche Medizinhistorische Museum in der Alten Anatomie. Der Ingolstadt-Stadtführer verbindet Museumsbesuche mit einem Spaziergang durch Altstadt und Umgebung. Wenn Sie nach der Ausstellung lieber Zeit im Freien verbringen, finden Sie bei den Seen um Ingolstadt weitere Ziele am Stadtrand.
Planen Sie die Reihenfolge nach Lage und Öffnungstagen, statt zu viele Stationen in einen knappen Zeitplan zu legen. So bleibt Raum, einzelne Werke in Ruhe zu betrachten und auch Fragen an das Museumsteam zu stellen. Für einen kürzeren Aufenthalt kann eine Ausstellung genügen; bei mehreren Häusern lohnt es sich, vorab zu entscheiden, ob Sie Kunst, Stadtgeschichte oder Technik und Militärgeschichte vertiefen möchten.
Häufige Fragen zum Museum für Konkrete Kunst
Was ist Konkrete Kunst?
Sie arbeitet häufig mit klaren Formen, Linien, Flächen, Farben und Materialien. Beim Betrachten können Sie beobachten, wie diese Elemente angeordnet sind und welche Wirkung aus ihrem Zusammenspiel entsteht.
Seit wann gibt es das Museum?
Die Stadt erwarb 1981 knapp 50 Werke aus der Sammlung Eugen Gomringers. Das Museum für Konkrete Kunst eröffnete 1992 in Ingolstadt.
Wo finden die Ausstellungen derzeit statt?
Während der Vorbereitung des Umzugs ist das Museumsteam weiterhin in der Tränktorstraße tätig. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Angaben zu Adresse und Besuchszeiten.
Wann soll das neue Museum eröffnen?
Der Umzug in die historische Halle im Quartier G und die Eröffnung als Museum für Konkrete Kunst und Design sind für 2027 geplant. Maßgeblich ist der aktuelle Stand des Museums.
Welche Werke umfasst die Sammlung?
Der gemeinsame Bestand des Museums und der Stiftung umfasst knapp 15.000 Objekte aus Malerei, Skulptur, Installation, Grafik und Videokunst sowie Design mit Bezug zur Konkreten Kunst.