Sulzmoos: Kirche und Schlossgeschichte
Unterkünfte in Sulzemoos
Zwei Bauwerke geben Sulzmoos einen konkreten historischen Fokus: die ehemalige Wallfahrtskirche Hl. Blut und das Schloss. Ihre Geschichten unterscheiden sich deutlich – hier eine spätgotische Anlage mit späterer Umgestaltung, dort Zerstörung und ein schlichterer Wiederaufbau.
Kirchlicher Ortsbezug in Orthofen, einem Gemeindeteil von Sulzemoos.
Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Die ehemalige Wallfahrtskirche Hl. Blut
Die Kirche steht in der Brucker Straße 9. Als spätgotischer Saalbau hat sie einen eingezogenen, fünfseitig geschlossenen Chor. Im südlichen Winkel erhebt sich ein Turm mit dünnem Maßwerk, Oktogon und Spitzhelm. Die Kirche wurde um 1670/80 umgestaltet und ist mit ihrer Ausstattung erhalten. So gehören sowohl die spätgotischen Formen als auch die spätere Baugeschichte zu ihrem Charakter.
Das Schloss und der Wiederaufbau
Am 2. August 1704 wurde das Schloss von Sulzmoos im Spanischen Erbfolgekrieg durch alliierte Truppen zerstört. Später baute man es wieder auf, allerdings nicht in seiner früheren Pracht. Der Bau wirkt heute wuchtig und weist keine feine bauliche Gestaltung auf. Im Vergleich zur Kirche steht beim Schloss daher weniger die Verbindung spätgotischer Formen mit einer späteren Umgestaltung im Vordergrund als die Zäsur von Zerstörung und Wiederaufbau. Beide Bauwerke eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes.
Radfahren im weiteren regionalen Umfeld
Auch der Räuber-Kneißl-Radweg bietet einen konkreten Anreiz für eine aktive Tour im weiteren regionalen Umfeld. Entlang der Route können Radfahrer mit dem Räuber-Kneißl-Stempelpass neun Stempel sammeln und dafür eine Belohnung erhalten. Das verbindet die Fahrt mit einem klar umrissenen Ziel: Nicht nur die Strecke zählt, sondern auch das Sammeln der Stempel entlang des Radwegs.
Dachau als übergeordnetes Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Dachau unterscheiden sich die Möglichkeiten für Bewegung nach Landschaft und Wegtyp. Der 58,2 Hektar große Karlsfelder See liegt im Landkreis Dachau unmittelbar an der Bebauung von Karlsfeld-Nord. Er wird ganzjährig zum Spazieren, Joggen, Radfahren und zur Erholung genutzt. Eine andere Orientierung bietet der etwa 2,5 Kilometer lange Weg „Lebensader Maisach“: Er verläuft am Fluss entlang und ist von Bergkirchen oder Günding aus barrierefrei begehbar. So stehen ein ganzjährig genutztes Erholungsgebiet und ein klar abgegrenzter Weg am Wasser für unterschiedliche Formen des Draußenseins.
Auch Kulturziele im übergeordneten Reiseziel Dachau setzen verschiedene Akzente. Auf dem Petersberg bei Erdweg befindet sich eine 1104 errichtete, bis heute erhaltene romanische Basilika. Der Skulpturenweg am Petersberg ist 200 Meter lang und führt durch den Petersbergwald; an acht Stationen stehen insgesamt zehn Kunstwerke. Damit lassen sich romanischer Sakralbau und Kunst im Wald als unterschiedliche Themen wahrnehmen.
Die Dauerausstellung des Museum Altomünster widmet sich der Geschichte des Birgittenordens in Europa und seiner Gründerin, der heiligen Birgitta von Schweden. Dazu gehört auch das inzwischen geschlossene, seit 500 Jahren bestehende Kloster Altomünster als Beispiel. Der thematische Schwerpunkt unterscheidet sich damit von den Bauwerken in Sulzmoos: Hier steht die Geschichte eines Ordens und seiner Gründerin im Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Vierkirchen, Hilgertshausen-Tandern, Bergkirchen, Odelzhausen, Schwabhausen, Hebertshausen, Weißling, Röhrmoos.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dachau.