Donau-Ries: Geologie und Geschichte erleben
Unterkünfte in Donau-Ries
Der Geopark Ries und der durch einen Meteoriteneinschlag entstandene Rieskrater geben dem Donau-Ries einen geologischen Schwerpunkt. Zugleich führen Stadtmauer, Museen, Kirchen und Schlossführungen in unterschiedliche Kapitel der Regionalgeschichte. Für die Wahl Ihres Reiseziels lohnt deshalb ein Blick darauf, ob Sie vor allem Landschaft und Erdgeschichte erkunden oder mehrere kulturelle Themen verbinden möchten.
Den Rieskrater in Landschaft und Ausstellung verstehen
Im weiteren regionalen Umfeld misst das Becken des Rieskraters etwa 25 Kilometer im Durchmesser; sein Kraterrand ist bis zu 150 Meter hoch. Am Geopark-Lehrpfad Kühstein erläutern acht Ereignistafeln die Prozesse des Meteoriteneinschlags vor 14,5 Millionen Jahren. Vom Buchberg reicht das Panorama über das Ries und dessen inneren und äußeren Kraterrand. Das verbindet die Entstehungsgeschichte mit einem Blick auf die Landschaft, die sie geprägt hat.
Auch der Sagenweg in Wemding setzt auf Erläuterungen unterwegs: Insgesamt elf Ereignistafeln behandeln Geologie, Geschichte und Geschichten. Der Startpunkt ist am Johannisweiher. Wer sich zunächst einen Überblick über die Kraterstruktur verschaffen möchte, findet ihn bei der Geopark-Infostelle Wemding: Schautafeln zeigen, von welchen Standorten aus Besucher die Struktur besonders gut in der Landschaft erkennen können. Anhand des nahe gelegenen Steinbruchs Otting und des dort untersuchten Suevitgesteins erklärt die Infostelle zudem, wie das Nördlinger Ries als Meteoritenkrater erkannt wurde.
Eine andere Form des Zugangs bietet das RiesKraterMuseum. Meteoriten und Fossilien, ein Stück echtes Mondgestein, Informationstafeln und Multimediaangebote gehören zu seiner Ausstellung. Sie behandelt den Asteroideneinschlag, der das Nördlinger Ries schuf, ebenso wie dessen kosmische Hintergründe und Auswirkungen bis heute. Das Museum zeigt diese Themen in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503. Wer lieber draußen unterwegs ist, kann die örtlichen Lehrpfade und diese Ausstellung als unterschiedliche Zugänge zur Erdgeschichte betrachten, statt sie als gleichartige Ausflüge einzuplanen.
Für längere Wanderpläne gibt es im weiteren regionalen Umfeld den Ries-Panoramaweg: Der Rundweg ist 128 Kilometer lang und umfasst sieben Tagesetappen von jeweils höchstens 21 Kilometern.
Stadtgeschichte und Bauwerke auswählen
In Nördlingen ist die mittelalterliche Stadtmauer vollständig erhalten und komplett begehbar. Das Stadtmuseum ergänzt den Gang durch die Stadt mit einer über 150 Jahre alten Sammlung auf vier Stockwerken. Es behandelt das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, die Veränderungen der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Ein Modell mit rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht diese Schlacht. So lassen sich Stadtgeschichte, ein konkretes historisches Ereignis und ein Rundgang auf der Mauer thematisch zusammen betrachten.
Schloss Harburg setzt einen anderen Akzent: Bei einem Rundgang werden fast 900 Jahre Geschichte anhand der barocken Schlosskirche, von Schießscharten, Gefängniszellen, Toren und Türmen vermittelt. In Wemding steht die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein im Mittelpunkt. Die Rokokokirche entstand zwischen 1748 und 1782 nach Plänen von Franz Joseph Roth, als der Pilgerstrom anwuchs. Ihr Gnadenaltar ist ein Brunnenaltar mit der wundertätigen Muttergottes von Johann Joseph Mayr aus dem Jahr 1755; der Altartisch mit Brunnenschale stammt von Ernst Steinacker und wurde 1953 geschaffen. 1998 wurde die Basilika von Papst Johannes Paul II. zur Basilica minor erhoben. Rund 150.000 Pilger besuchen sie jedes Jahr.
Donauwörth verbindet die Fuggergeschichte mit einem konkreten Ort: Das Fuggerhaus war das ehemalige Wohnhaus des kaiserlichen Pflegers Anton Fugger und beherbergt heute im ersten Stock eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses. Führungen zum Thema Fugger können auf Anfrage über die städtische Tourist-Information vermittelt werden; klären Sie diesen Wunsch am besten vor der Reise.
Den Ausgangspunkt nach den eigenen Interessen wählen
Für die Ortswahl können Sie zunächst festlegen, welche Themen im Mittelpunkt stehen sollen: die begehbare Stadtmauer und das Stadtmuseum in Nördlingen, Geologie und Wallfahrtsgeschichte in Wemding, der Rundgang auf Schloss Harburg oder die Fuggergeschichte in Donauwörth. Diese Schwerpunkte bieten eine praktische Orientierung für Ihre Suche nach einem Übernachtungsort, ohne vorauszusetzen, dass alle Ziele miteinander verbunden sind. Wenn Sie mehrere Themen kombinieren möchten, vergleichen Sie die Orte anhand Ihrer geplanten Besuche und prüfen Sie passende Hotelangebote für das Donau-Ries.
Für den nächsten Schritt in der Ortswahl: Wemding, Oettingen in Bayern, Nördlingen, Donauwörth, Ehingen am Ries, Asbach-Bäumenheim, Rain, Marxheim, Mertingen, Wallerstein, Oberndorf am Lech, Ries, Harburg, Monheim, Kaisheim, Fremdingen und Tapfheim.