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Erlangen-Höchstadt: Weiherlandschaft, Wege und Kultur

Unterkünfte in Erlangen-Höchstadt

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Weiherlandschaft, historische Orte und unterschiedliche Wege prägen die Reiseeindrücke in Erlangen-Höchstadt. Mal stehen Naturbeobachtungen und Rundwege im Vordergrund, mal Museen, Kirchen und regionale Geschichte.

Stettenberg bei Kalchreuth in bewaldeter Umgebung Stettenberg bei Kalchreuth Foto: Celtijo via Wikimedia Commons, CC0

Für den Vergleich der Ortsseiten: Uttenreuth, Weisendorf, Heßdorf, Herzogenaurach, Heroldsberg, Erlangen, Höchstadt an der Aisch, Wachenroth, Bubenreuth, Gremsdorf, Eckental, Röttenbach, Baiersdorf, Kalchreuth, Adelsdorf, Marloffstein und Hemhofen.

Weiher, Wald und Wege bewusst auswählen

Bei Höchstadt führen mehrere Rund- und Themenwege durch die fränkische Weiherlandschaft, unterscheiden sich aber in Länge und Charakter. Der markierte Eisvogelweg ist ein ebener Rundweg von etwa 2,6 Kilometern. Der Orchideenweg ist rund 2,2 Kilometer lang und als Fahr- und Fußweg durch eine Kulturlandschaft mit schilfgesäumten Weihern, Feuchtwiesen, Wasservögeln und Orchideen wie der Echten Sumpfwurz angelegt. Wer eher Waldweiher und Pflanzenbestände in den Blick nehmen möchte, findet diese Motive am größtenteils ebenen Seerosenweg: Er führt auf etwa 2,4 Kilometern durch das historische Waldgebiet Gretelmark, vorbei an Waldweihern, Seerosen- und Rohrkolbenbeständen sowie an Eisvögeln.

Die Gretelmark begegnet Ihnen auch in einem anderen Zusammenhang: Nördlich von Bösenbechhofen bilden die Bösenbechhofener Weiher eine aus Regenwasser gespeiste Teichkette im Waldgebiet. 23,06 Hektar einschließlich umgebender Lebensräume wurden 2012 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Weihergebiet bei Mohrhof“ wiederum ist als Important Bird Area und als eines der frühen Natura-2000-Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebiete bezeichnet. Seltene Vogelarten, Feuchtgebiete und orchideenreiche Streuwiesen geben dieser Landschaft einen anderen Schwerpunkt als ein Spaziergang mit Blick auf die Wege selbst.

Auch die Strecken unterscheiden sich nach ihrer Funktion: Der Jakobus-Radpilgerweg verläuft im Landkreis durch Kalchreuth und Uttenreuth, dort durch Siedlungsgebiete und ansonsten durch Wald und Wiesen. Davon zu unterscheiden ist der 183 Kilometer lange oberfränkische Jakobsweg von Hof nach Nürnberg, der über Kalchreuth führt. Der Aischgründer Karpfenradweg führt über Adelsdorf und biegt dort westlich in Richtung Höchstadt ab. Erlangen-Höchstadt verfügt außerdem über ein Rad- und Wanderwegenetz, das Naherholung zwischen Aischgrund und Erlanger Oberland erschließt. Vergleichen Sie bei der Planung daher nicht nur die Namen der Wege, sondern auch deren jeweilige Länge, Verlauf und Landschaft.

Kulturorte mit sehr unterschiedlichen Themen

In Kalchreuth befindet sich in der Kirche St. Andreas ein berühmter Passionsaltar: ein Schreinaltar mit Flügeltüren von Michael Wolgemut, dem Lehrer Dürers. Durch die Kalchreuther Kirschgärten führt außerdem ein drei Kilometer langer Rundweg mit Informationstafeln über die Kirsche, die Landschaft und Kalchreuth sowie mit Mitmachstationen zur Natur. Altar und Rundweg stehen für zwei verschiedene Zugänge zum Ort – über Kunstgeschichte oder über Landschaft und Natur.

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In Höchstadt erzählt das Spixmuseum vom Naturforscher Johann Baptist Ritter von Spix und von der Geschichte seines Geburtshauses. Interaktive Exponate vermitteln sein Leben; ein computergesteuertes, lichtgesteuertes Urwalddiorama zeigt Tiere und gibt Tiergeräusche wieder. Dieses Diorama wird besonders für Kinder empfohlen. Wer sich stärker für historische Bausubstanz interessiert, findet in Mühlhausen eine ehemalige Synagoge, die 1756/57 am südlichen Rand des Ortskerns errichtet wurde. Zusammen mit dem etwa fünfzehn Jahre zuvor angelegten jüdischen Friedhof und seinen 373 erhaltenen Grabsteinen ist sie das einzige authentisch überlieferte bauliche Zeugnis der mehr als 500-jährigen jüdischen Vergangenheit der Gemeinde.

Bubenreuth setzt einen anderen Akzent: Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden dort mehr als 2.000 Musikinstrumentenmacher aus dem sächsisch-böhmischen Musikwinkel eine neue Heimat. Anschließend entwickelte sich der Ort zu einem europäischen Zentrum des Saiteninstrumentenbaus. Im Rathaus zeigt das Bubenreutheum dazu eine 80 Quadratmeter große Dauerausstellung über Musik und Integration. Solche klar umrissenen Themen können bei der Ortswahl helfen, wenn Sie neben Aktivitäten im Freien auch einen kulturellen Schwerpunkt setzen möchten.

Regionale Spezialität und Unterkunftssuche

In Höchstadt a.d.Aisch gehört der Aischgründer Spiegelkarpfen aus den umliegenden Himmelsteichen zu den regionalen Spezialitäten. Die verschiedenen Zubereitungen und die geschützte geografische Angabe gehören ebenso zu seiner Einordnung wie die Saison von September bis April. Der Landkreis veröffentlicht jedes Jahr eine aktualisierte Broschüre mit Gaststätten, deren Betreiber Karpfen anbieten und sich darin eintragen lassen können. Wenn Sie eine Reise rund um diese Spezialität planen, beachten Sie den genannten Saisonzeitraum und prüfen Sie die aktuellen Angaben für Ihren Besuch.

Für die Wahl einer Unterkunft ist ein eigener Interessenfilter hilfreich: Höchstadt verbindet Themenwege, Museum und Karpfentradition; Kalchreuth bietet Anknüpfungspunkte für Kunstgeschichte, Kirschgärten und Pilgerwege; Bubenreuth steht für die Geschichte des Instrumentenbaus. Das beschreibt die jeweiligen Themen, nicht die Ausstattung oder Verfügbarkeit einzelner Unterkünfte. Vergleichen Sie bei der Suche, welche Orte zu Ihrem geplanten Programm passen, und prüfen Sie für ein konkretes Angebot dessen Lage und die für Ihre Reise wichtigen Bedingungen. So wird die Wahl des Ausgangspunkts Teil der Reiseplanung, statt dass unterschiedliche Landschafts- und Kulturthemen zu einem einzigen Ausflugsmuster zusammenfallen.

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