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Heroldsberg: Schlösser, Kunst und Wanderwege

Unterkünfte in Heroldsberg

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Heroldsberg lässt sich über zwei unterschiedliche Perspektiven entdecken: seine Bau- und Kunstgeschichte und Wege mit klar benannten Längen. Sie können einzelne Kulturstätten in den Blick nehmen oder den Schwerpunkt auf längere Waldwanderungen legen. Der etwa drei Kilometer lange Kulturrundweg und der permanente IVV-Wanderweg mit drei Distanzvarianten bieten dafür unterschiedliche Zeitrahmen. Auch die Anreise aus Nürnberg und die Frage, welche Ziele im Ort oder im weiteren Erlangen-Höchstadt zu Ihrem Plan passen, lassen sich bei der Wahl einer Unterkunft mitbedenken.

Ensemble aus Kirche und Schlössern am Oberen Markt in Heroldsberg Ensemble aus Kirche und Schlössern am Oberen Markt in Heroldsberg Foto: Technokrat via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Schlösser und Kunstgeschichte

Am Oberen Markt ließ die Nürnberger Patrizierfamilie Geuder ab dem späten 15. Jahrhundert vier Schlösser erbauen. Das Rote Schloss entstand 1489 durch Martin III. Geuder; 1510 war Albrecht Dürer dort als Gast. Das Gelbe Schloss ließ Hieronymus Geuder in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Herrensitz auf den Fundamenten eines älteren Sitzes errichten. Diese verschiedenen Baugeschichten geben dem Ortsbild mehrere historische Bezugspunkte, statt sich auf ein einzelnes Schloss zu konzentrieren.

Das mittelalterliche Weiße Schloss präsentiert auf drei Ebenen wechselnde und feste Ausstellungen mit Kunstwerken aus sieben Jahrhunderten. Für den Kunstbesuch steht damit eine andere Perspektive im Vordergrund als bei der Baugeschichte des Gelben und Roten Schlosses. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet in der evangelischen Kirche St. Matthäus ein Frühwerk Tilman Riemenschneiders: ein Kruzifix.

Spuren am Oberen Markt und im Ort

Zu den weiteren historischen Orten zählen drei mittelalterliche Ziehbrunnen am Oberen Markt. Gegenüber der Kirche St. Matthäus liegt das malerische Fachwerkpfarrhaus. Es zählt zu den ältesten in Deutschland, wird bereits 1427 erwähnt und wurde zuletzt 1983 renoviert. Zusammen mit den Schlössern und dem Kruzifix lässt sich so ein Besuch nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: Architektur, Ortsgeschichte oder Kunst können jeweils den Ausgangspunkt bilden.

Auch außerhalb des Ortskerns gibt es historische Spuren. Im Wald südlich der Sportanlage des Tuspo Heroldsberg stehen zwei mittelalterliche Sühnekreuze aus dem Jahr 1587. Ihre Initialen lauten E.V.V.G.S. beziehungsweise S.O.; sie erinnern an die Ermordung Nürnberger Reiter. Das ist ein eigener historischer Schauplatz und nicht mit den Bauwerken am Oberen Markt zu verwechseln.

Kulturrundweg und Waldwanderungen

Der etwa drei Kilometer lange Kulturrundweg führt zu zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden. Informationstafeln erläutern deren Geschichte und Besonderheiten. Wer sich für die Gebäude und ihre Hintergründe interessiert, kann damit eine kompakte Route in die Ortsgeschichte einplanen. Prüfen Sie die Routendetails vor der Reise lokal.

Für längere Strecken bietet der permanente IVV-Wanderweg „4-Schlösser Gemeinde“ Waldwanderungen von 5, 10 und 16 Kilometern. Mit 5, 10 oder 16 Kilometern können Sie die Waldwanderung passend zum gewünschten Zeitrahmen Ihres Tages planen. Überlegen Sie, welche Strecke in Ihren Tag passt, und prüfen Sie die aktuellen Details vor dem Aufbruch. Dauerhaft ist außerdem am Parkplatz Johannisthal an der B2 ein AOKparcours eingerichtet.

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Im näheren Umfeld, zwischen Heroldsberg und Kleingeschaidt nahe dem Reigelsberg, liegt das Teufelsbrünnlein im Waldgebiet „Hermannswinkel“. Vom Wanderparkplatz Johnnisthal führt der Weg etwa einen Kilometer nach Osten bis zu einem Wegweiser; von dort sind es zehn Minuten zu Fuß zu einem großen Felsen mit einem in die Wand gemeißelten, rot übermalten Teufel. Diese Station liegt im näheren Umfeld des Reiseziels und ist von den Sehenswürdigkeiten im Ort zu unterscheiden.

Anreise und regionale Ergänzungen

Heroldsberg ist aus Nürnberg mit der Gräfenbergbahn gut erreichbar. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. Für die Anreise auf der Straße bietet die gute Verkehrsanbindung an die BAB A3 eine weitere Orientierung.

Im übergeordneten Reiseziel Erlangen-Höchstadt gibt es weitere, anders gelagerte Kultur- und Naturziele. In Kalchreuth befindet sich in der Kirche St. Andreas ein berühmter Passionsaltar, ein Schreinaltar mit Flügeltüren von Michael Wolgemut, dem Lehrer Dürers. Durch die Kalchreuther Kirschgärten führt außerdem ein drei Kilometer langer Rundweg mit Informationstafeln über die Kirsche, die umgebende Landschaft und Kalchreuth sowie Mitmachstationen zur Natur. Diese Ziele ergänzen den Blick auf die Region, sind aber eigene Orte neben Heroldsberg.

Bei der Unterkunftssuche können Sie daher zuerst entscheiden, ob für Ihren Aufenthalt eher die Kulturstätten im Ort, eine der genannten Waldstrecken oder die Anreise aus Nürnberg ausschlaggebend ist. Vergleichen Sie anschließend die Lage der jeweiligen Unterkunft mit Ihren Plänen. Zur weiteren Ortsauswahl im Landkreis Erlangen-Höchstadt gehören auch Heßdorf, Kalchreuth, Herzogenaurach, Erlangen, Gremsdorf, Röttenbach, Adelsdorf und Bubenreuth.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Erlangen-Höchstadt.

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