Apfeldorf: Baugeschichte und Radfahren
Unterkünfte in Apfeldorf
Für die Reiseplanung in Apfeldorf treffen zwei konkrete Perspektiven aufeinander: örtliche Baugeschichte und eine moderate Radroute, die durch den Ort führt. Die Haldenkapelle, die Pfarrkirche Heilig Geist und das Pfarrhaus stehen für unterschiedliche Bauformen und Zeiten; die Tour „Entlang der Lechschleifen“ ist 21,2 Kilometer lang. So können Sie den Schwerpunkt auf Ortsgeschichte, Bewegung oder die Verbindung beider Themen legen.
Der Lechstausee bei Apfeldorf liegt in der Lechlandschaft am östlichen Hochufer.
Foto: Armatus1995 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Baugeschichte zwischen Kapelle, Kirche und Pfarrhaus
Die Haldenkapelle wurde 1816 an einem anderen Standort nach dem Vorbild der alten Haldenkapelle von 1739/40 neu errichtet. Damit lassen sich Vorbild und Neuerrichtung zeitlich auseinanderhalten: Die ältere Kapelle stammt aus den Jahren 1739/40, die Wiedererrichtung an anderer Stelle folgte 1816. Die katholische Pfarrkirche Heilig Geist ist ein Saalbau mit eingezogenem Polygonalchor und Westturm. Ihr Kern ist spätgotisch, der Turm spätromanisch. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barockisiert; 1822 wurde das Langhaus gewölbt. Sie ist außerdem mit Ausstattung versehen.
Zur Pfarrkirche gehört eine um 1870 errichtete Grabkapelle. Der kleine Tuffbau mit Satteldach ist in neuromanischen Formen gestaltet. Das Pfarrhaus in der Flößerstraße 6 zeigt einen anderen Bautyp: Es ist ein zweigeschossiger Walmdachbau mit gerundetem, erhöhtem Vorbau und stammt von Johann Michael Fischer aus den Jahren 1747 bis 1749. Teile der Einfriedung sind erhalten, darunter eine niedrige Tuffsteinmauer, Pfeiler und ein Holzzaun.
Radroute und Lebensräume am Lechstausee
Die moderate Radtour „Entlang der Lechschleifen“ führt durch Apfeldorf und ist 21,2 Kilometer lang. Einstufung und Streckenlänge geben Ihnen zwei konkrete Anhaltspunkte, um die Tour mit Ihren eigenen Vorstellungen abzugleichen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenbedingungen.
Im näheren Umfeld von Apfeldorf weist der Lechstausee Verlandungszonen auf, die zahlreichen Wasservögeln und Feuchtgebietsbewohnern Lebensraum bieten. Diese Beschreibung lenkt den Blick auf eine ökologische Besonderheit: Nicht allein der See, sondern auch die Verlandungszonen prägen den Naturbezug dieses Ortes.
Landsberg Am Lech: weitere Themen im übergeordneten Reiseziel
Im übergeordneten Reiseziel Landsberg Am Lech kommen eigenständige Stadt- und Kulturthemen hinzu. Das Bayertor in Landsberg am Lech steht seit 1425 und zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken Bayerns. Der Mutterturm ist ein außergewöhnliches Denkmal des Historismus, das Herkomer zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. So stehen im regionalen Rahmen gotische Baukunst und ein historistisches Denkmal als unterschiedliche historische Bezugspunkte nebeneinander.
Das Stadtmuseum Landsberg am Lech vermittelt Stadtgeschichte und verbindet sie mit Fragen der Gegenwart. Auf dem Leitenberg ermöglicht es einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt. Stadtführungen führen durch die Altstadt und erzählen ihre Geschichte anhand von Themen wie Herzögen und Kurfürsten, Salzhandel, Flößerei, Färbern und Gerbern, Jesuiten und Ursulinen sowie Legenden vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
Weitere Reiseziele entdecken: Fuchstal, Greifenberg, Hofstetten, Windach, Reichling, Geltendorf, Igling, Denklingen
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