Lamerdingen: Kirchen, Gennach und Radroute
Unterkünfte in Lamerdingen
Lamerdingen lässt sich über zwei unterschiedliche Themen erschließen: die Gennach als linearen Grünzug und Bauwerke mit Geschichte und Kunst. So können Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts überlegen, ob Landschaft und Radroute oder die örtlichen Sakralbauten stärker im Mittelpunkt stehen sollen.
Lamerdingen und Kleinkitzighofen von Amberg im Unterallgäu aus gesehen.
Foto: Ordercrazy via Wikimedia Commons, CC0
Die Gennach als grüner Ortszug
Die Gennach durchfließt Lamerdingen und bildet mit ihrem seitlichen Baumbestand einen linearen Grünzug. Das ist ein anderer Maßstab als die Geschichte einzelner Kirchen und Denkmäler: Hier prägt ein Landschaftselement den Ort entlang des Flusses. Der Grünzug gibt Lamerdingen einen naturbezogenen Akzent, während die Bauwerke konkrete Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die örtliche Geschichte bieten.
Kirchengeschichte und Kunst
Die Pfarrkirche St. Martin in Lamerdingen besteht seit dem 11. Jahrhundert und gilt als besonders sehenswert. Bereits 1067 wurde sie erwähnt. Ihr spätbarocker Laternenturm ergänzt diese lange Geschichte um ein markantes architektonisches Detail. Im Inneren befindet sich das große Fresko „Tod und Verklärung des Hl. Martin“, das dem Kirchenpatron gewidmet ist. Die frühe Erwähnung, der spätbarocke Turm und das Fresko geben verschiedene historische und künstlerische Aspekte dieses Kirchenbaus wieder.
Ein weiterer Bau steht in Großkitzighofen: Der Turm von St. Stephan ist rund 50 Meter hoch und gilt als höchstes Gebäude der Gemeinde Lamerdingen. In der Kirche befindet sich außerdem ein Deckengemälde von Johann Baptist Enderle aus dem Jahr 1737. Die Höhenangabe ordnet den Turm innerhalb der Gemeinde ein; das datierte Gemälde setzt einen eigenen kunsthistorischen Akzent. Zusammen ergeben sich damit zwei unterschiedliche Blickwinkel auf St. Stephan, Architektur und Malerei.
Ein Baudenkmal barocker Volksfrömmigkeit
Auch der Kapellenbildstock in Lamerdingen gehört zur örtlichen Baugeschichte. Er ist ein bedeutendes und in seiner Gestaltung seltenes Baudenkmal barocker Volksfrömmigkeit. Anders als die beiden Pfarrkirchen steht hier ein einzelnes Bauwerk im Mittelpunkt. Der Kapellenbildstock befindet sich in Privatbesitz. Seine Renovierung wurde im Juli 2017 abgeschlossen und mit einer Segnung gefeiert. Diese historische Angabe ergänzt den Blick auf das Denkmal um einen jüngeren Abschnitt seiner Geschichte.
Lamerdingen auf einer Radetappe
Der dritte Abschnitt der Schlossparkradrunde im Allgäu führt über Buchloe nach Lamerdingen und Gennach. Damit ist die Gemeinde Teil einer konkret benannten Routenetappe. Wer eine Radtour in die Reiseplanung aufnehmen möchte, kann diesen Routenbezug neben den kulturellen Themen des Ortes berücksichtigen. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Routenbedingungen.
Den Aufenthalt nach Interessen planen
Für die Planung Ihres Aufenthalts bieten sich damit verschiedene Schwerpunkte: die lange Geschichte von St. Martin, die Architektur und Malerei in den beiden Kirchen, der Kapellenbildstock oder die Radetappe der Schlossparkradrunde. Die Gennach setzt dazu einen landschaftlichen Akzent. Wenn Sie eine Unterkunft für Ihre Reise suchen, können Sie diese Themen zunächst mit Ihren eigenen Plänen abgleichen und anschließend entscheiden, welcher Ortsbezug für Ihren Aufenthalt besonders wichtig ist.
Ostallgäu im größeren Rahmen
Im übergeordneten Reiseziel Ostallgäu gibt es mit der RadReiseRegion einen regionalen Rahmen für weitere Routen: Sie erstrecken sich über das gesamte Ostallgäu, sind jeweils 25 bis 76 Kilometer lang, durchgängig beschildert und einem eigenen Thema gewidmet. Diese Angaben beziehen sich auf die RadReiseRegion Ostallgäu; die konkret benannte Etappe der Schlossparkradrunde führt über Buchloe nach Lamerdingen und Gennach.
Weitere Reiseziele entdecken: Germaringen, Obergünzburg, Halblech, Marktoberdorf, Buchloe, Pforzen, Oberostendorf, Pfronten
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