Penzberg – Bergbaugeschichte, Kunst und Landschaft
Unterkünfte in Penzberg
Penzberg lässt sich über mehrere sehr unterschiedliche Themen entdecken: die Geschichte des Pechkohlebergbaus, die Kunst Heinrich Campendonks und Wege auf einer begrünten Berghalde. Dazu kommen der Eitzenberger Weiher und praktische Anhaltspunkte für die Orientierung vor Ort. So können Sie bei der Planung abwägen, ob Sie Kultur, Bewegung im Freien oder beides in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.
Das Stadtmuseum Penzberg ist in einem ehemaligen Bergarbeiter-Wohnhaus der Arbeiterkolonie untergebracht.
Foto: Rufus46 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Bergbaugeschichte an Museum und Rundweg
Der Pechkohlebergbau in Penzberg wurde von 1796 bis 1966 betrieben. Das Bergwerksmuseum Penzberg bewahrt die Erinnerung daran. Es befindet sich in der Karlstraße 36, im Rückgebäude der Realschule im Untergeschoss; der Zugang führt über den Schulhof. Vom Bahnhof Penzberg erreichen Sie das Museum zu Fuß in etwa zehn Minuten. Da Zugangsarrangements vor der Anreise zu prüfen sind, empfiehlt es sich, diese vor dem Besuch zu klären.
Auch der Bergbau-Rundweg greift dieses Kapitel der Stadtgeschichte auf. Der Bergknappenverein Penzberg hat ihn eingerichtet; an 13 Stationen werden frühere Einrichtungen des Bergwerks gezeigt und beschrieben. Das gibt dem Rundweg einen anderen Schwerpunkt als dem Museumsbesuch: Hier begegnet Ihnen die Bergbaugeschichte entlang der Stationen, im Museum steht das Bewahren ihrer Erinnerung im Mittelpunkt.
Campendonk, Stadtgeschichte und Kunst
Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk verbindet Kunst mit der Geschichte des Ortes. Seine Dauerausstellung widmet sich der NS-Zeitgeschichte und der sogenannten „Penzberger Mordnacht“. Außerdem zeigt das Museum die Rekonstruktion einer Bergarbeiterwohnung aus der Zeit um 1920 in einem denkmalgeschützten Altbau. Beides eröffnet unterschiedliche Zugänge: Die Wohnung veranschaulicht einen historischen Lebensbereich, während die Dauerausstellung ein schweres Kapitel der Stadtgeschichte behandelt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Heinrich Campendonk. Das Museum zeigt die weltweit größte Ausstellung seiner Werke, darunter Bilder, Zeichnungen und leuchtende Hinterglaswerke. Campendonk war der einzige Künstler der Vereinigung „Blauer Reiter“, der Penzberg in seinen Bildern verewigte. Wer sich für Kunst interessiert, findet hier also nicht nur verschiedene Werkformen, sondern auch einen konkreten Bezug zwischen Künstler und Stadt.
Berghalde und Eitzenberger Weiher
Die Berghalde entstand 1974 aus den ehemaligen Schutthügeln des Bergwerks und wurde zu einer grünen Oase mitten in Penzberg. Auf ihrem Plateau gibt es Spazier- und Walkingwege; von dort reicht der Panoramablick über das Loisach-Kochelseemoos bis zur Alpenkette. Der frühere Ursprung der Erhebung und ihre heutige grüne Gestalt stehen dabei nebeneinander: Ein Ort aus der Bergbaugeschichte ist zugleich ein Bereich für Wege im Freien.
Der Eitzenberger Weiher liegt im Nordwesten Penzbergs in einer sanften Wald- und Hügellandschaft. Der kleine Moorsee hat seidiges Wasser, ein fest verankertes Floß und mehrere Badestege. Er ist gut fünf Hektar groß und zehn Meter tief; hinzu kommen mehr als 18.000 Quadratmeter gepflegte Liegewiese. Damit setzt der Weiher einen landschaftlichen Akzent, der sich deutlich von den Themen Museum und Bergbau-Rundweg unterscheidet.
Unterwegs in Penzberg und im Weilheim-Schongau
Für die Orientierung in der Stadt umfasst das Stadtbuskonzept vier Linien zur Erschließung einzelner Stadtteile. Die Linien 940 und 941 sowie zwei Direktlinien beginnen und enden grundsätzlich im Stadtzentrum und am Bahnhof. Routen und Frequenzen können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor Ihrer Fahrt den aktuellen Fahrplan. Wenn Sie Penzberg mit dem Rad oder zu Fuß erkunden möchten, enthält die Rad- und Wanderkarte Tourenvorschläge rund um Penzberg bis nach Weilheim, Bernried, Bad Tölz und Kochel am See sowie Fern- und Wanderwege. Kartenauflagen und Routenverläufe sollten Sie vor der Tour überprüfen.
Als größerer Rahmen gehört Penzberg zum Reiseziel Weilheim-Schongau, das in der Reiseregion Pfaffenwinkel liegt. Im Westen wird Weilheim-Schongau vom Lech begrenzt, im Kerngebiet fließt die Ammer und an der Ostgrenze verläuft die Loisach. Eine weitere eigenständige Kulturstation in diesem übergeordneten Reiseziel ist die Wieskirche bei Steingaden: Sie wurde von 1745 bis 1754 von Dominikus Zimmermann erbaut und ist seit 1983 UNESCO-Welterbestätte. Die Wieskirche lädt zu Gottesdiensten, Sommerkonzerten und stiller Einkehr ein; für Konzerte sollten Sie die Termine prüfen.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft in Penzberg können Sie zunächst festlegen, welche dieser Seiten des Ortes Ihren Aufenthalt prägen soll: Bergbaugeschichte, Campendonk und Stadtgeschichte, Wege auf der Berghalde oder die Landschaft am Eitzenberger Weiher. Wenn Sie mehrere Interessen verbinden möchten, helfen die konkreten Ziele und die jeweils passende Orientierung vor Ort bei der Planung.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.
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