Peiting entdecken: Ortsgeschichte und Wege
Unterkünfte in Peiting
Peiting bietet mehrere Zugänge zu Ortsgeschichte und Landschaft: Das Museum im Klösterle spannt den historischen Bogen von der Vorgeschichte bis zur jüngsten Vergangenheit, während Lehrpfade und Radrouten einzelne Themen im Gelände aufgreifen. Dazu kommen Kirchenkunst, römische Spuren und das saisonal betriebene Wellenfreibad. Wenn Sie Peiting als Urlaubsort wählen, können Sie Ihr Programm nach Kultur, Bewegung oder einem Wechsel aus beidem ausrichten.
Grubenbahn vor dem Museum im Klösterle in Peiting
Foto: Stefan Karl via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Geschichte und Kirchenkunst
Im Museum im Klösterle dokumentiert die Geschichte Peitings den Zeitraum von der Vorgeschichte bis in die jüngste Vergangenheit. Zu den Abteilungen gehören Bergbau, Skimuseum, Imkerei sowie Jagd und Fischerei. Damit stehen ein weiter historischer Zeitbogen und mehrere konkrete Themenfelder nebeneinander.
In der Pfarrkirche St. Michael befinden sich ein Taufstein von 1331 und 14 Kreuzwegstationen auf Hinterglasbildern. Einen anderen religiösen Bezugspunkt bildet die Mariengrotte: Die Pfarrgemeinde Peiting ließ sie 1896 unter Pfarrer Braun als originalgetreue Nachbildung der Grotte von Lourdes erbauen. Steinerne Stufen führen von der Oberen Straße im Ortszentrum zur Grotte; von dort reicht der Blick über Peiting. Über die Kreuzwegstationen können Sie zum Gipfelkreuz des Kalvarienbergs wandern.
Die Gedenkkapelle erinnert an die Opfer der Vertreibung und würdigt den entschlossenen Beitrag der Neubürger zur Entwicklung der Marktgemeinde Peiting. Zu Fuß erreichen Sie sie vom Ortszentrum über den Grottenweg der Mariengrotte. Dort zweigt der Weg rechts zur Vertriebenenkapelle ab.
Auch die Villa Rustica erzählt von der Vergangenheit des Ortes: Das römische Landgut wurde 1956 neben der Straße zum Weiler Kreut entdeckt. Die Reste des Badegebäudes wurden von 2000 bis 2004 erneut freigelegt. Sie liegen unter einem rundum verglasten Schutzhaus; Informationstafeln erläutern die Anlage. Am Bühlach wurde beim Straßenbau ein Kohleflöz freigelegt und dauerhaft konserviert. Es ist ein Zeugnis der Erd- und Bergbaugeschichte.
Lehrpfade und Radrouten
Der Ammerlauf-Lehrpfad erläutert in der Schnalz bei Peiting an acht Schautafeln Geschichte, Natur, Geologie und Sagen rund um die Ammer. Er beginnt am Wanderparkplatz in der Schnalz; die erste Tafel zeigt den Wegeverlauf. Der gut ausgeschilderte Peitinger Walderlebnispfad setzt einen anderen Akzent: Er führt vom Parkplatz am Sonnenbichl über den Kalvarienberg.
Am Dorfweiher Gumpen führt ein Spazierweg rund um das Gewässer. Jährlich im Juni findet an seinem Ufer die Gumpenserenade statt. Wenn Sie die Veranstaltung in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie vorab den konkreten Termin.
Für Radfahrende ist die etwa 40 Kilometer lange Tour „Auf der Romantischen Straße“ eine hügelige Strecke mit vielen Anstiegen und Abfahrten. Sie führt über Peiting, Rottenbuch, Schönbegg, Wildsteig, Wieskirche, Steingaden, Riesen und Kreut zurück nach Peiting. Die Radtour „Auf den Lechhöhen“ verläuft über Peiting, Kreut, Riesen, Hirschau, Lechbruck, Gründl, Steingädle, Urspring, Illach, Maderbichl, Deutenried, Grub, Langenried und Lamprecht, ebenfalls zurück nach Peiting. Zu Beginn lädt die Villa Rustica auf dem Weg nach Kreut zur Besichtigung ein; prüfen Sie den aktuellen Zugang, wenn Sie den Besuch einplanen.
Eine weitere Streckenoption ist der 13 Kilometer lange, bergige Rundweg „Römer und Welfen am Lech“ zwischen Peiting und Schongau. Für den Vergleich allein nach Länge liegt diese Angabe unter den etwa 40 Kilometern der Radtour „Auf der Romantischen Straße“; auch der Rundweg ist jedoch als bergig beschrieben. Die Streckenlänge und das Gelände sind somit unterschiedliche Gesichtspunkte bei der Planung.
Saison und praktische Orientierung
Das Wellenfreibad Peiting hat ein beheiztes Wellenbecken, ein höher gelegenes Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und Wasserspielelandschaft sowie einen Beachvolleyballplatz. Der Betrieb ist saisonabhängig; prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten vor einem geplanten Besuch.
Der Weg zum Geotop ist ab der August-Morals-Straße bis zum Parkplatz ausgeschildert. Von dort führt ein etwa 1,2 Kilometer langer asphaltierter Weg entlang der B472 zum Geotop und ist als rollstuhlgeeignet angegeben. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Wegbedingungen.
Weitere Reiseziele entdecken: Schongau, Raisting, Steingaden, Huglfing, Polling, Pähl, Altenstadt, Wessobrunn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.