Schongau: Mittelalter, Kultur und aktive Erlebnisse
Unterkünfte in Schongau
Schongau verbindet eine mittelalterlich geprägte Altstadt auf einer Anhöhe mit einer sehr gut erhaltenen Stadtmauer und weiten Blicken auf die umliegende Natur. Wer einen Aufenthalt plant, findet damit unterschiedliche Schwerpunkte: historische Bauwerke und Kirchen, ein Stadtmuseum sowie Angebote rund um Wasser, Wald und Märchen. Die Stadtmauer gehört dabei nicht nur zum Bild der Altstadt: Ein längerer Abschnitt wurde saniert und begehbar gemacht.
Das Maxtor ist Teil der historischen Stadtbefestigung von Schongau.
Foto: Tilman2007 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Altstadt, Warenhandel und Kunstgeschichte
Das Ballenhaus erzählt von Schongaus früherer Warenlagerung. 1405 erteilten die bayerischen Herzöge der Stadt die Genehmigung für eine Warenniederlage; 1420 wurde das Gebäude als Schranne zur Lagerung von Waren errichtet. Die Daten unterscheiden die Genehmigung vom späteren Bau und machen die ursprüngliche Funktion des Hauses greifbar.
Auch das Stadtmuseum Schongau verbindet Stadt- und Kunstgeschichte. Es wurde 1891 als eines der frühen Heimatmuseen in Bayern gegründet. Zu den dort gezeigten Werken zählt der Häringer Hausaltar aus der Hofkapelle von Windkreut in der Gemeinde Peißenberg. Das virtuose Werk gilt als Beispiel des bayerischen Rokoko. So führt der Blick vom historischen Zweck eines Gebäudes zu einem Kunstwerk mit eigener Herkunft und Einordnung.
Kirchen und wechselnde Szenen
Die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt, auch „Zu Unserer Lieben Frau“ genannt, ist das älteste christliche Gotteshaus auf dem Hügel der neuen Stadt Schongau. Seit 1988 wird dort ganzjährig eine Jahreskrippe mit biblischen Szenen gezeigt; die Darstellungen wechseln alle vier bis sechs Wochen. Damit bleibt das Krippenthema nicht auf eine einzelne Jahreszeit beschränkt.
Zur Schongauer Kirchengeschichte gehört außerdem das Kloster der unbeschuhten Karmeliten: Sie gründeten es 1719, Kloster und Kirche wurden von 1720 bis 1725 erbaut. In der Heilig-Geist-Spitalkirche befindet sich eine wertvolle kleine Barockorgel. Ihre heutige Form schuf 1725 der Schongauer Orgelbauer Ferdinand Stückl. Die verschiedenen Jahreszahlen geben einen konkreten Zugang zur religiösen und musikalischen Baugeschichte der Stadt.
Wasser, Wald und Lech
Das Plantsch Badespaß und Saunaland in Schongau ist ein Erlebnisbad für alle Altersgruppen. Sein Warmwasser-Wellness-Außenbecken verfügt über 219 Quadratmeter Wasserfläche, eine Tiefe von 1,30 Metern und einen Wildwasser-Strömungskanal. Hinzu kommt eine 90 Meter lange Reifenrutsche mit Rutschzeitmessung sowie Sound- und Lichteffekten. Die konkreten Becken- und Rutschenmerkmale geben dem Wasserangebot ein eigenes Profil.
Eine andere Ausflugsrichtung bietet der Schongauer Märchenwald: Dort werden Märchendarstellungen und Erzählungen zu bekannten Märchen der Brüder Grimm gezeigt; außerdem gibt es einen Walderlebnispfad. Wer sich eher für lokale Geschichte und den Lebensraum am Lech interessiert, kann eine Runde mit dem historischen Fernhandelsfloß auf dem Schongauer Lechsee in Betracht ziehen. Dabei berichten Stadtführer vom Leben der einstigen Flößer und vom Lebensraum am Lech. Wenn diese Fahrt für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie vorab, ob und wann sie angeboten wird.
Anreise mit der Bahn planen
Der Bahnhof Schongau ist der Endpunkt der von Weilheim kommenden Pfaffenwinkelbahn. Über Weilheim bestehen Anschlüsse in Richtung München und Garmisch-Partenkirchen. Wenn die Bahnanreise für Ihre Wahl des Reiseziels oder der Unterkunft eine Rolle spielt, berücksichtigen Sie diesen Anschlussweg und prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag.
Weitere Reiseziele entdecken: Bernbeuren, Seeshaupt, Altenstadt, Huglfing, Polling, Hohenpeißenberg, Pähl, Raisting.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.