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Altenstadt: Romanische Kunst und Geschichte

Unterkünfte in Altenstadt

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Altenstadt treffen bedeutende romanische Kunstwerke auf Spuren alter Verkehrswege. Besonders anschaulich wird das in der St. Michaels-Basilika und am Via Claudia-Platz: Hier können Sie sakrale Kunst, ihre Größenverhältnisse und den Nachbau historischer Straßen als unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte betrachten.

Basilika St. Michael in Altenstadt nahe Schongau in Oberbayern Basilika St. Michael in Altenstadt (nahe Schongau/Oberbayern) Foto: Angela Huster via Wikimedia Commons, CC0

Romanische Kunst in der St. Michaels-Basilika

In der Basilika befindet sich der monumentale romanische Kruzifixus aus der Bauzeit der Kirche, volkstümlich „Der Große Gott von Altenstadt“ genannt. Er ist aus zwei auf Schulterhöhe gekreuzten Lindenholzstämmen herausgearbeitet, 3,25 Meter lang und hat eine Armspannweite von 3,18 Metern. Die Maße machen die besondere Größe des Werks unmittelbar greifbar.

Ebenfalls aus der Bauzeit der Basilika stammt das acht Meter hohe Christophorusfresko. Es wurde 1994 entdeckt und anschließend freigelegt. Zu den ältesten romanischen Christophorusdarstellungen dieser Art in Bayern gehörend, ergänzt es den Kruzifixus um ein weiteres großformatiges Werk. Auch das Taufbecken lohnt einen Blick: Es gilt als eines der bedeutendsten Taufbecken aus der Romanik im deutschen Sprachraum; seine Reliefs zeigen den Taufritus. Kruzifixus, Fresko und Taufbecken setzen damit jeweils andere Akzente: Maße und Gestaltung, Wandmalerei sowie bildlich dargestellte Handlung.

Historische Wege am Via Claudia-Platz

Am Via Claudia-Platz befinden sich Nachbauten der ursprünglichen kaiserlichen Heerstraße sowie der mittelalterlichen Handels- und Pilgerstraße. Die beiden Straßenformen eröffnen einen anderen Blick auf Geschichte als die Werke in der Basilika: Hier stehen Wege und ihre verschiedenen historischen Funktionen im Mittelpunkt. Wer Altenstadt erkundet, kann so Ortsgeschichte sowohl anhand einzelner Kunstwerke als auch anhand der nachgebildeten Straßenräume wahrnehmen.

Das übergeordnete Reiseziel Weilheim-Schongau

Über den lokalen Schwerpunkt hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Weilheim-Schongau weitere kulturelle und landschaftliche Themen. Weilheim-Schongau liegt in der Reiseregion Pfaffenwinkel. Im Westen wird es vom Lech begrenzt, im Kerngebiet fließt die Ammer, und an der Ostgrenze verläuft die Loisach. Der Lech begrenzt Weilheim-Schongau im Westen, die Ammer fließt durch das Kerngebiet, und an der Ostgrenze verläuft die Loisach.

Zu den eigenständigen kulturellen Zielen in Weilheim-Schongau zählt die Wieskirche bei Steingaden, seit 1983 UNESCO-Welterbestätte. Dominikus Zimmermann erbaute sie von 1745 bis 1754. Gottesdienste, Sommerkonzerte und stille Einkehr gehören zu den Besuchsanlässen; prüfen Sie Konzert- und Gottesdiensttermine vor Ihrer Planung. Ebenfalls in diesem übergeordneten Reiseziel liegt Rottenbuchs ehemalige Stiftskirche und heutige Pfarrkirche Mariä Geburt, das wertvollste Kulturdenkmal des Ortes. Der Förderverein organisiert Führungen und Konzerte; informieren Sie sich vorab über das aktuelle Programm.

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Technikgeschichte, Moor und Winterwege

Wer sich für Technikgeschichte interessiert, findet im übergeordneten Reiseziel Weilheim-Schongau unterschiedliche Themen: Das Radom Raisting ist Deutschlands erste kommerziell betriebene Satelliten-Bodenstation. Der etwa fünf Kilometer lange Erdfunkstelle-Wanderweg beginnt am Bahnhof Raisting und führt als Rundweg durch die Erdfunkstelle, vorbei an großen Satellitenschüsseln und am Industriedenkmal Radom mit der historischen Antenne 1. Trailbedingungen können variieren; prüfen Sie sie vor der Tour.

In Penzberg bewahrt das Bergwerksmuseum die Erinnerung an den dortigen Pechkohlebergbau, der von 1796 bis 1966 betrieben wurde. Das Museum bietet mehrsprachige Führungen für internationale Gäste, Familien und Schulklassen an; aktuelle Führungstermine lassen sich vorab prüfen. In Schwabsoien besteht das originalgetreu wieder aufgebaute Hammerwerk des Hammerschmiedemuseums aus drei schweren Schwanzhämmern. Beide Orte machen Industriegeschichte anhand verschiedener Arbeits- und Technikthemen greifbar.

Für draußen gibt es im Weilheim-Schongau ebenfalls unterschiedliche Formen: Der sechs Kilometer lange Themenweg Schwarzlaichmoor mit Schautafeln führt durch das angrenzende Moorgebiet und beginnt am Gasthof Hetten. Im Winter wird die etwa sieben Kilometer lange Filzloipe in Hohenpeißenberg für Skating und klassisches Langlaufen gespurt; ihre Verfügbarkeit hängt von den Winterbedingungen ab. In Weilheim ist von dem mittelalterlichen, etwa zwischen 1320 und 1360 errichteten Mauerring noch ungefähr ein Drittel erhalten. Im Weilheim-Schongau begegnen Ihnen damit Moorlandschaft, saisonaler Langlaufsport und mittelalterliche Stadtgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Ingenried, Hohenfurch, Schwabsoien, Penzberg, Rottenbuch, Bernbeuren, Peißenberg, Huglfing.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weilheim-Schongau.

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