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Beilngries: Stadttürme, Kultur und Wasserwege

Unterkünfte in Beilngries

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Beilngries verbindet Zeugnisse seiner Stadtgeschichte mit einer Landschaft, die vom Wasser geprägt ist. Wer den Ort erkundet, begegnet mittelalterlichen Türmen, Kirchen und Bauwerken am Kanal – und kann Kultur und Aktivitäten an der Altmühl in die Reiseplanung einbeziehen.

Luftaufnahme von Beilngries an der Altmühl und am Main-Donau-Kanal Beilngries liegt an der Altmühl und am Main-Donau-Kanal. Foto: Peter Reed via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

Stadtgeschichte zwischen Türmen und Kirchen

Die mittelalterlichen Stadttürme von Beilngries wurden ab 1407 errichtet. Von den ursprünglich fünfzehn Türmen sind zehn erhalten geblieben. Sie prägen den historischen Rahmen des Ortes; die Stadtpfarrkirche St. Walburga bildet mit ihren buntglasierten Turmhelmen den auffälligen Mittelpunkt innerhalb des von den Türmen der Altstadt beschriebenen Kreises. So stehen Stadtbild und Sakralbau in einer markanten Beziehung zueinander.

Ein Stadtrundgang in Beilngries dauert eine Stunde und ist zwei Kilometer lang. Diese Angaben helfen, für die Erkundung einen überschaubaren Zeitbaustein einzuplanen. Als weiteres Ziel der Stadtgeschichte gilt die Frauenkirche: Der Rokokobau gilt als bedeutendster Sakralbau der Stadt. Ihre Errichtung begann ab 1753 unter Maurizio Pedetti, dem fürstbischöflichen Hofbaudirektor. Architekturinteressierte finden damit neben den älteren Türmen auch einen Einblick in eine spätere Bauzeit.

Am Ortsrand erinnern mehrere Bauwerke an den Ludwig-Donau-Main-Kanal. Zwischen 1836 und 1845 wurden dort als Bestandteile des Kanals ein zweigeschossiges Hafenmeisterhaus, ein Güterschuppen und eine Kaimauer mit Eisenkran errichtet. Die drei Bauformen veranschaulichen unterschiedliche Aufgaben des historischen Hafenbereichs und ergänzen den Blick auf die Sakral- und Stadtgeschichte.

Wasserwege, Technik und Natur

Beilngries ist von vier Wasserstraßen umgeben: Altmühl, Sulz, Main-Donau-Kanal und Ludwigskanal. Auch die Naturlandschaft der Umgebung wurde durch die Kraft des Wassers geformt. Wer sich besonders für Schifffahrt und Wasserstraßen interessiert, findet seit 2017 in der Gösselthalmühle direkt am Main-Donau-Kanal das Informations- und Besucherzentrum „Erlebniswelt Wasserstraße“. Es vermittelt Themen rund um Wasserstraßen, Technik, Schifffahrt und Natur; interaktive Stationen machen diese Inhalte erkundbar.

Auch draußen lässt sich das Thema Wasser aufnehmen: Von Beilngries aus kann die Altmühl beim Bootwandern erkundet werden. Der Wünschelrutenweg bietet als kurzer Spaziergang rund um Beilngries Ausblicke über die Stadt, den Main-Donau-Kanal und das Altmühltal. Für die Wahl zwischen diesen Eindrücken können Sie überlegen, ob Sie Zeit auf dem Wasser oder lieber auf einem Spaziergang mit Blick auf Landschaft und Kanäle verbringen möchten.

Einen anderen Zugang zur Landschaft eröffnet das Geotop „Malmschichten am Arzberg“. Seine Abbauwände sind 70 Meter hoch; der ehemalige Steinbruch dokumentiert einen Ablagerungszeitraum von etwa fünf Millionen Jahren. Damit stehen am Arzberg sichtbare Gesteinsschichten im Mittelpunkt, während Stadttürme und Kirchen von der gebauten Geschichte Beilngries’ erzählen.

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Sammlungen und erhaltene Bauwerke

Das Spielzeugmuseum Beilngries zeigt altes Spielzeug jeder Art, zusammengetragen vom Kulturhistorischen Verein Beilngries-Kinding e. V. Zur Ausstellung gehören eine groß dimensionierte Modelleisenbahnanlage und besondere Spielbereiche, in denen Kinder spielen können. Das macht das Museum zu einer eigenen Möglichkeit, den Stadtrundgang um einen Blick auf Spielzeug und Sammlungsgeschichte zu ergänzen.

Schloss Hirschberg liegt nordwestlich von Beilngries. Sein heutiges Erscheinungsbild bewahrt mehrere Elemente der früheren Burganlage: Schlossmauer, Grafenbau, Bergfried und Burgkapelle. Wer sich für historische Bauformen interessiert, kann diese erhaltenen Bestandteile gedanklich mit den Stadttürmen und den Kanalbauten in Beziehung setzen – unterschiedliche Zeugnisse, die jeweils eine andere Seite der Ortsgeschichte sichtbar machen.

Ein eigener Akzent in Eichstätt

Eichstätt bietet einen eigenständigen kulturellen Schwerpunkt. Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke; dort wird auch das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx gezeigt. Auf der Willibaldsburg in Eichstätt sind unter anderem Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die Torhalle und der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Im 1.500 Quadratmeter großen Bastionsgarten wurde der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt. Besucher können dort viele der ursprünglichen Pflanzenarten kennenlernen. Diese Themen gehören zu Eichstätt und ergänzen, klar getrennt von den Sehenswürdigkeiten Beilngries’, die kulturelle Auswahl im übergeordneten Reiseziel.

Wenn Sie weitere Orte in Ihre Planung einbeziehen möchten, finden Sie hier auch Denkendorf, Großmehring, Kösching, Nassenfels, Mindelstetten, Mörnsheim, Kinding und Wellheim.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eichstätt.

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