Eichstätt: Fossilien, Burg und Gartengeschichte
Unterkünfte in Eichstätt
Eichstätt verbindet Fossilien, historische Bauwerke und Wege zu einem Reiseziel mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Jura-Museum steht die Erdgeschichte im Mittelpunkt, während Willibaldsburg, Domplatz und Bastionsgarten eigene Kapitel der Stadtgeschichte eröffnen. Dazu kommt der Fossilienpfad als längere Tour.
Die Willibaldsburg ist ein historischer Bezugspunkt von Eichstätt und des Altmühltals.
Foto: Mattana via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Fossilien im Museum und auf dem Weg
Im Jura-Museum Eichstätt liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf Fossilien der Solnhofener Plattenkalke. Zu sehen ist dort auch das Original des Eichstätter Exemplars von Archaeopteryx. Damit bietet das Museum einen konkreten Einstieg in das Thema, das sich in Eichstätt auch außerhalb der Ausstellung wiederfindet. Ein weiteres Ziel für Hobbysammelnde ist der Fossiliensteinbruch auf dem Blumenberg bei Eichstätt, direkt neben dem Kinderdorf Marienstein.
Wer eine Wanderung in die Reiseplanung aufnehmen möchte, findet mit dem Fossilienpfad Eichstätt einen mittelschweren, neun Kilometer langen Rundweg für Familien. Die Rundwegform und die angegebene Länge helfen, diesen Ausflug als eigenen Zeit- und Aktivitätsschwerpunkt zu betrachten. Museum, Steinbruch und Weg setzen unterschiedliche Akzente rund um Fossilien; sie sind nicht dasselbe Besuchserlebnis. Prüfen Sie bei Ihrer Planung, welchen dieser Schwerpunkte Sie in Ihren Aufenthalt aufnehmen möchten.
Willibaldsburg: Baugeschichte und Garten
Die Willibaldsburg wurde 1355 von Bischof Berthold Burggraf von Zollern errichtet und diente bis 1725 als Bischofssitz. Von der 420 Meter langen Burg sind Mauern und Bastionen, das Zeughaus, die 63 Meter lange Torhalle sowie der Gemmingenbau mit seinen beiden Türmen erhalten. Die Daten geben der Anlage eine klare historische Dimension: Sie können die erhaltenen Bauteile betrachten und zugleich ihre frühere Funktion als Bischofssitz einordnen.
Auf der Willibaldsburg liegt auch der 1.500 Quadratmeter große Bastionsgarten. Der im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Hortus Eystettensis wurde dort nach 400 Jahren zu neuem Leben erweckt. Besucher können viele der ursprünglichen Pflanzenarten der Gartenanlage kennenlernen. Der Garten ergänzt den Blick auf Mauern und Burggebäude um einen eigenen Schwerpunkt: die Wiederbelebung einer historischen Gartenanlage. Am Domplatz begegnet Ihnen eine andere Ebene der Stadtgeschichte; er liegt auf dem ältesten besiedelten Boden Eichstätts.
Genuss und Naturraum auf zwei Ebenen
Auch die regionale Küche hat einen wiederkehrenden Anlass: Die Eichstätter Genuss-Wirte bieten mehrmals im Jahr unter dem Motto „Eichstätt kocht...“ spezielle Gerichte an. Dazu gehören beispielsweise würzige Altmühltaler-Lammgerichte. Wenn Sie sich für lokale Küche interessieren, ist dieses kulinarische Programm ein eigener Baustein neben den Besuchen von Museum und historischen Orten.
Für die Einordnung über Eichstätt hinaus ist der Landkreis Eichstätt wichtig. Im größeren Reisegebiet Bayern bildet sein Kreisgebiet das Herzstück des Naturparks Altmühltal, einem der größten deutschen Naturparks. Mehr als 80 Prozent der Fläche des Landkreises liegen im Naturpark und bieten durch ihre Naturschönheiten einen Erholungs- und Freizeitraum. Auch der Altmühltal-Radweg führt durch den Landkreis Eichstätt.
Die Unterkunftssuche an den eigenen Plänen ausrichten
Wenn Sie den Naturraum und den Radweg ebenfalls berücksichtigen, beziehen Sie dafür die größere Ebene des Landkreises in Ihre Planung ein. So bleibt die Wahl des Reiseziels von der Frage getrennt, welche Unterkunft im konkreten Angebot zu Ihren Wünschen passt.
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