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Wessobrunn: Kloster, Kunst und Natur

Unterkünfte in Wessobrunn

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Wessobrunn liegen markante Zeugnisse der Klostergeschichte neben besonderen Orten in der Landschaft. Der Ort eignet sich für eine Entdeckungstour, bei der Sie zwischen Baukunst, religiöser Kunst und alten Bäumen wählen können.

Brunnenhaus des ehemaligen Klosters Wessobrunn in Bayern Brunnenhaus des ehemaligen Klosters Wessobrunn aus dem Jahr 1735. Foto: GFreihalter via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kloster Wessobrunn und seine Räume

Das Kloster Wessobrunn ist ein bedeutendes ehemaliges Benediktinerkloster Altbayerns. In seinen erhaltenen Innenräumen finden sich barocke Stuckaturen und Raumdekorationen. Führungen durch den Prälatentrakt umfassen die Besichtigung des Magdalenensaals und des Tassilosaals. Wenn diese Räume im Mittelpunkt Ihres Besuchs stehen, prüfen Sie vor der Anreise den aktuellen Führungstermin.

Eine weitere Anlaufstelle für die Ortsgeschichte befindet sich im alten Rathaus, dem früheren Schulhaus von Wessobrunn. Das dortige Informationszentrum für Besucher stellt die Geschichte des Klosters und die Bedeutung der Wessobrunner Künstler vor. Da die saisonalen Öffnungszeiten wechseln können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch.

Brunnenhalle, Kirchen und Erinnerungsorte

An den Drei Quellen steht die offene Brunnenhalle mit ihren drei Bögen. Sie wurde 1735 nach Plänen von Joseph Schmuzer erbaut. Im Inneren zeigen ein Gemälde die Gründungslegende und eine Klosteransicht den Idealplan von Johann Schmuzer. Die Drei Quellen fließen in Kreuzesform zusammen und wurden über viele Jahrhunderte hinweg verehrt. Architektur, Bildwerke und die besondere Form des Zusammenflusses geben diesem Ort verschiedene Zugänge: Sie können den Blick auf die Bauform richten oder sich mit der religiösen Überlieferung befassen.

Auch die Mariengrotte verbindet Baugeschichte und religiöse Kunst. Sie wurde 2009 aus Tuffsteinen der ehemaligen Klosterkirche erbaut und am 11. Oktober desselben Jahres vom Augsburger Bischof geweiht. In der Grotte befindet sich eine Kopie der Statue „Mutter der Heiligen Hoffnung“, die um 1235 bis 1250 entstand.

In der Pfarrkirche St. Johannes Baptist sind mehrere künstlerische Arbeiten zu entdecken: Thassilo Zöpf schuf die Stuckausstattung und die Altäre, Johann Baptist Baader die Fresken in den Jahren 1758 und 1759. Dort befindet sich auch das spätromanische Wessobrunner Kreuz, das um 1250 von einem unbekannten Künstler geschaffen wurde. An der Kreuzbergkapelle schuf Matthäus Günther 1771 das Deckenfresko. Eine Steinplatte an der Ostseite des Kapellenturms erinnert an die Erbauungszeit im Jahr 1595; die Kapelle erinnert zugleich an die 955 von den Ungarn ermordeten Mönche.

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Im Erdgeschoss des mittelalterlichen Glockenturms, der auch Römerturm oder „Grauer Herzog“ genannt wird, liegt ein Lapidarium mit mittelalterlichen Steinfragmenten aus abgebrochenen Teilen des Klosters und der Klosterkirche. Es ist von April bis Oktober kostenlos bis zum Eingangsgitter zugänglich. Berücksichtigen Sie diesen saisonalen Zugang bei Ihrer Planung und prüfen Sie ihn vor dem Besuch noch einmal.

Tassilolinde und Paterzeller Eibenwald

Ein Naturdenkmal mit klar benennbaren Maßen ist die Tassilolinde: Die Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) ist etwa 17 Meter hoch und hat einen Stammumfang von ungefähr 14 Metern. Ihr Alter wird auf 700 bis 900 Jahre geschätzt. Seit 1980 steht sie als Naturdenkmal unter Schutz; im Oktober 2023 wurde sie zum Nationalerbe-Baum ausgerufen. Die ungefähre Altersspanne ist dabei ebenso Teil ihrer Geschichte wie die dokumentierten Schutz- und Auszeichnungsdaten.

Der Paterzeller Eibenwald ist ein naturnaher, gemischter und mehrschichtiger Wald mit vielen alten Eiben. Im Gemeindegebiet führt der 1995 angelegte Eibenlehrpfad an den markantesten Stellen des Waldes vorbei. Damit stehen in Wessobrunn unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: kunstgeschichtliche Besichtigungen und ein Wald, dessen charakteristische Bäume den Blick auf Natur und Landschaft lenken. Sie können diese Interessen bei der Wahl Ihrer Unterkunft und der Planung Ihres Aufenthalts gegeneinander abwägen, ohne dafür einen einzelnen Schwerpunkt vorauszusetzen.

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