Dollnstein: Historischer Ortskern, Rad und Altmühl
Unterkünfte in Dollnstein
Dollnstein verbindet einen historischen Ortskern mit konkreten Möglichkeiten auf dem Rad, zu Fuß und auf dem Wasser. Eine eigene Regionalexpress-Haltestelle bietet einen weiteren Anhaltspunkt für die Wahl des Ausgangsorts.
Historisches Ortsbild von Dollnstein im Landkreis Eichstätt.
Foto: -wuppertaler via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Ortskern und Geschichte
Der historische Ortskern ist von einer mittelalterlichen Wehrmauer umschlossen; erhalten sind Fachwerk- und Jurahäuser. In der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul lassen sich unterschiedliche Bauphasen erkennen: Das Langhaus ist im Kern romanisch, der Chor entstand um 1300 in der Gotik. Die Fresken im Chor stammen aus der Zeit um 1320 bis 1330; 1877/78 wurden sie wiederentdeckt und restauriert.
Das Altmühlzentrum Burg Dollnstein lädt dazu ein, die Geschichte der Burg, des Marktes Dollnstein und der Region zu entdecken. Die Ausstellung widmet sich außerdem den Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft des Altmühltals. Zu ihren Höhepunkten zählt der berühmte Dollnsteiner Münzschatz. Führungen sind auf Anfrage möglich. An bestimmten Terminen können Besucher an einer alten Spindelpresse Münzen prägen. Museumspädagogisch eignet sich das Zentrum besonders für den Themenbereich „mittelalterliches Leben und Wohnen“.
Wege, Bahnhof und Altmühl
Dollnstein verfügt über eine eigene Regionalexpress-Haltestelle an der Strecke Nürnberg–München. Der Bahnhof kann als Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Wandern und Bootfahren dienen. Der Ort liegt direkt am Altmühltal-Radweg und ist ein Ausgangspunkt für Touren entlang des Flusses.
Der 85 Kilometer lange Urdonautalsteig beginnt in Dollnstein und folgt dem ehemaligen Verlauf der Urdonau durch das Naturwaldreservat „Beixenhard“ über Wellheim bis Rennertshofen. Auf dem Abschnitt Dollnstein–Wellheim beginnt der Steig an der Antoniuskapelle; vom Bahnhof ist eine Zubringerbeschilderung vorhanden. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Zugangsdetails des Weges, damit Sie den Einstieg entsprechend einplanen. Eine andere Streckenform bietet der Urdonautal-Radweg-Abschnitt Dollnstein–Wellheim: Er verläuft eben und weitgehend auf der ehemaligen Bahntrasse der Urdonautalbahn.
Bootstouren können direkt von Dollnstein aus starten. Der Ein- und Ausstieg für Boote direkt vor dem Ort ist mit Steinstufen und einer Holzrutsche ausgebaut; vor Ort befinden sich außerdem eine Umkleidekabine und eine Dixi-Toilette. Die Altmühl ist Bayerns langsamster Fluss und eignet sich für Familien und Paddelanfänger. Da sich Start- und Betreiberbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, diese vor der Tour zu prüfen.
Landschaft im näheren Umfeld
Das 60 Hektar große Naturschutzgebiet Mühlbergleite bei Dollnstein umfasst Schafweiden, markante Dolomitfelsen, Hecken und Strauchinseln sowie begrenzende Laub- und Mischwälder. Zwischen Dollnstein und Breitenfurt liegt der 45 Meter hohe Burgsteinfelsen. Sportkletterer nutzen das Massiv mit 30 Routen in den Schwierigkeitsgraden IV bis IX; außerdem ist es eines der schönsten bayerischen Geotope.
In der Mühlberggrotte bei Dollnstein wurden Funde von der Gegenwart bis in die Altsteinzeit gemacht. Die halbkugelförmige Grotte wurde 1947 ausgegraben. Zu den Funden zählen etwa 150 typische Steinwerkzeuge der altsteinzeitlichen Federmesserkultur aus der Zeit um 12.000 v. Chr.
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